Für Sicherheit und Sauberkeit im Einsatz in der Stadt

Am Rande des Kiliansplatzes bleiben die beiden Uniformierten des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) der Stadt an diesem Sicherheits-Aktionstag kurz stehen – und scannen mit ihren Blicken die Lage. Eine ältere Frau in grüner Hose raucht gegen 17 Uhr am Komödiantenbrunnen in ein Gespräch vertieft eine Zigarette, wirft sie dann achtlos auf den Boden. Die Ordnungshüter gehen zügig auf sie zu, erklären ihr das Vergehen, nehmen die Personalien auf. 70 Euro Bußgeld werden fällig, plus 28,50 Euro Verwaltungsgebühr. „Der Tatbestand war erfüllt“, sagt KOD-Mitarbeiter Stefan S. danach. Sicherheit und Sauberkeit in der Stadt zu überwachen, ist ihr Job.
Am Schwerpunkt-Aktionstag des Polizeipräsidiums Heilbronn im Rahmen der Konzeption „Sicheres Heilbronn“ ist der KOD heute mit sechs Einsatzkräften beteiligt. Bei Ordnungswidrigkeiten schreiten sie ein. Die Polizei ist bei Straftaten zuständig und wird im Ernstfall per Handy informiert.

Über Verbote und Beschränkungen auch aufklären
Manchmal sind die Streifen in Zivilkleidung unterwegs. Heute ist die volle Ausrüstung dabei: Schutzweste, Handschellen, Schlagstock und eine Pfefferspray-Pistole mit bis zu sieben Meter Reichweite sind an der Uniform sichtbar. „Es geht auch darum, das Sicherheitsgefühl der Menschen zu verbessern“, betont Streifenkollege Volker G. Und nicht selten, erzählen die beiden, werden sie auch von Passanten angesprochen mit Aussagen, dass diese sich durch die Anwesenheit der Ordnungshüter sicherer fühlen.
Am Flügelnussbaum am Stadtgarten, wo ein Alkoholverbot gilt, weist das Streifenduo jüngere Menschen vorsorglich auf das Verbot hin. In der Fleiner Straße klärt Stefan S. einen E-Rollerfahrer über die maximal zulässigen sieben Stundenkilometer in der Fußgängerzone auf. Dieser bedankt sich für die neue Info und gelobt Besserung. Das Streifenduio hat heute schon einen Rollerfahrer, der mit dem Handy telefonierte, verwarnt, und ist zu einer Spray-Attacke in das Gesicht eines Mannes an der Haltestelle am Marktplatz gerufen worden. Bis 21 Uhr geht ihre Schicht noch. Im Sommer auch mal bis 23 oder 24 Uhr – auch am Wochenende.
Das Sicherheitsgefühl nachhaltig stärken
Die Bilanz des KOD: Die sechs Einsatzkräfte haben 20 Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht. Schwerpunkte waren das unerlaubte Befahren der Fußgängerzone (zwölf Fälle) sowie das Wegwerfen von Zigarettenkippen (fünf Fälle). Weitere Verstöße betrafen das Fahren zu zweit auf einem E-Scooter, die Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt auf einem Rad sowie einen Verstoß gegen ein Durchfahrtsverbot.
„Aktionstage wie dieser zeigen, wie wichtig sichtbare Präsenz und konsequentes Einschreiten sind, um das Sicherheitsgefühl in unserer Stadt nachhaltig zu stärken“, stellt KOD-Leiterin Romy Lubarski am Tag danach fest. Gleichzeitig festigten sie die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst.
Das Polizeipräsidium verweist auf 112 Personen- und elf Fahrzeugkontrollen. Unter anderen seien fünf Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz ermittelt und drei Personen festgestellt worden, die in der Messerverbotszone ein Messer mitführten. Zudem wurde eine per Haftbefehl gesuchte Person in ein Gefängnis gebracht. Die hohe Präsenz der Einsatzkräfte sei von Bürgerinnen und Bürgern durchweg positiv wahrgenommen worden, teilt das Präsidium mit.





