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Umwelt & Mobilität

Landesprojekt hindernisfreie Gehwege startet in Heilbronn

Zu schmale Gehwege, abgestellte Mülltonnen oder parkende Autos: Was im Alltag oft als Kleinigkeit erscheint, kann das Zufußgehen erschweren – besonders für Kinder, ältere Menschen oder Personen mit Mobilitätseinschränkungen. Heilbronn geht dieses Thema nun gezielt an. Die Stadt wurde neben Balingen, Pforzheim und Stuttgart als eine von vier Modellstädten für das Landesprojekt „Gehwege freiräumen“ ausgewählt.

Als Modellkommune nimmt Heilbronn Hindernisse auf Fußwegen in den Blick. Foto: Stadt Heilbronn

In den kommenden Wochen werden drei Strecken systematisch untersucht: Es sind die Lessingstraße, des Weiteren Karlstraße, Schubartstraße und Villmatstraße – beides wichtige Schulwege. Als dritte Strecke sind Rollwag- und Holzstraße, Kaiser-Friedrich-Platz und Rosskampffstraße im Projekt. Gemeinsam mit einem vom Land beauftragten Planungsbüro prüft die Stadt, welche Schilder, Verteilerkästen oder Werbetafeln versetzt werden können und wie mobile Hindernisse wie Mülltonnen oder abgestellte Fahrzeuge besser angeordnet werden können.

Ziel ist es, mehr Raum für Fußgängerinnen und Fußgänger zu schaffen – ohne zusätzliche Verbote. Im Mittelpunkt stehen ein besseres Miteinander, mehr Verkehrssicherheit und eine höhere Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.

Mehr Raum fürs Zufußgehen

Die Stadt Heilbronn verfolgt seit Jahren das Ziel, den Fußverkehr zu stärken. Bereits 2012 wurde ein Fußwegekonzept für die Kernstadt erarbeitet. Auch das Land Baden-Württemberg setzt mit seiner jüngst veröffentlichten Fußverkehrsstrategie einen klaren Schwerpunkt auf sichere und barrierefreie Wege.

Ausreichend breite und möglichst hindernisfreie Gehflächen sind dabei ein zentraler Baustein für Barrierefreiheit, Sicherheit und Lebensqualität in Städten und Gemeinden. Mit dem Modellprojekt starten die vier beteiligten Städte in einen bislang einmaligen Prozess, um ausgewählte Strecken systematisch von störenden Einbauten und Objekten zu befreien.

Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse fließen in Standards und Routinen ein, die langfristig freie Gehwege sichern sollen. Zum Abschluss wird ein Leitfaden erstellt, der Kommunen in Baden-Württemberg und darüber hinaus als Orientierung für vergleichbare Vorhaben dient.

Das Projekt wird im Auftrag des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg und der NVBW – Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg – von der Bernard Gruppe sowie dem Planungsbüro Via umgesetzt.