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Umwelt & Mobilität

Tempokontrollen: Blitzer lösten 2025 rund 76.000 Mal aus

Insgesamt 75.689 Verkehrsteilnehmende sind im Jahr 2025 bei Tempokontrollen des Ordnungsamtes in Heilbronn geblitzt worden. 18.827 waren es bei mobilen Kontrollen, 14.122 an den fest installierten Blitzersäulen (sogenannte Starenkästen), weitere 42.740 durch die drei mobilen städtischen Enforcement-Trailer, die grauen Blitz-Anhänger am Straßenrand. Bei 2181 Verkehrsteilnehmenden, die die Höchstgeschwindigkeit um mindestens 21 Stundenkilometer überschritten hatten, führte der Tempoverstoß zu einem Punkteeintrag im Flensburger Fahreignungsregister. In 229 Fällen wurde ein Fahrverbot angeordnet.

Auf dem Bild ist ein Mitarbeiter der Stadt mit einem mobilen Tempo-Messgerät am Straßenrand zu sehen.
Bei mobilen Kontrollen der Stadt wurden im Vorjahr rund 19.000 Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer durch Blitzgeräte erfasst. (Foto: Stadt Heilbronn)

Große Mehrheit der Fälle sind geringe Tempoüberschreitungen

Rund 55 Prozent der mobilen Kontrollen wurden in Tempo-30-Zonen vorgenommen, rund 15 Prozent in Tempo-40-Bereichen, weitere rund 17 Prozent in Bereichen, in denen Tempo 50 vorgeschrieben ist. Bei der überwiegenden Mehrheit handelte es sich wie in den Vorjahren um geringfügige Tempoüberschreitungen, die mit einem Verwarnungsgeld zwischen 20 und 55 Euro geahndet wurden.

Zu hohes Tempo ist Hauptursache schwerer Unfälle 

„Zu schnelles Fahren und nicht angepasste Geschwindigkeit gehören nach wie vor zu den Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle“, betont Bürgermeisterin Agnes Christner. „Deshalb werden wir die Kontrollen konsequent im gesamten Stadtgebiet fortsetzen.“

Besonderes Augenmerk legt das Ordnungsamt dabei auf polizeilich ausgewiesene Unfallschwerpunkte und besondere Gefahrenstellen im Bereich von Schulwegen, Kindergärten, Spielplätzen, Sportanlagen oder Seniorenheimen. Anregungen aus der Bevölkerung werden bei der Auswahl der Messstellen ebenfalls berücksichtigt.

Extremraser fuhr in 30er-Zone 106 Stundenkilometer

Ein paar Beispiele zeigen, wie sich auch im Jahr 2025 wieder einzelne Verkehrsteilnehmer besonders grob über bestehende Tempolimits hinwegsetzten:

  • Den höchsten Verstoß mit Tempo 106 statt der zulässigen 30 Stundenkilometer gab es in Frankenbach. Ein Fahrzeugführer war in der Würzburger Straße unterwegs. Die Folge: eine Geldbuße von 843,50 Euro plus drei Monate Fahrverbot. Zudem werden zwei Punkte im Fahreignungsregister eingetragen.
  • In der Wilhelmstraße gilt Tempo 40. Hier raste ein Fahrzeugführer mit einer Geschwindigkeit von 94 km/h am Messgerät vorbei - eine Überschreitung von 54 Stundenkilometern. Bei einem Erstverstoß und fahrlässigem Begehen wären innerorts 560 Euro Bußgeld die Folge, zwei Punkte und ein zweimonatiges Fahrverbot. Bei einem wiederholten Verstoß oder Vorsatz kann es teurer werden.
  • Auf der B 293 in Höhe der Otto-Konz-Brücke wurde ein Fahrer mit 109 km/h anstatt der erlaubten 50 km/h erwischt. Bei einem Erstverstoß wären außerhalb von Ortschaften 480 Euro Bußgeld die Sanktion plus zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.
  • Im Tempo-70-Bereich der Neckartalstraße wurde ein Autolenker mit 137 km/h geblitzt. Hier wären außerorts beim Erstverstoß 600 Euro Bußgeld die Folge, zwei Punkte und zwei Monate Fahrverbot. 

INFO: Der Bußgeldkatatolg für Geschwindigkeitsüberschreitungen ist online abrufbar unter folgendem Link des Bundesverkehrsministeriums:https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Strassenverkehr/update-stvo-novelle.html