Großprojekt Nordumfahrung und Ausbau der Neckartalstraße starten

Der erste Bauabschnitt der neuen Nordumfahrung soll später die Neckartalstraße mit dem Industriepark Böllinger Höfe verbinden. Insgesamt werden sich die Arbeiten voraussichtlich über rund zweieinhalb Jahre erstrecken und in vielen einzelnen Bauabschnitten erfolgen.
Baustart an vielen Stellen
Schon zu Beginn wird an mehreren Stellen gleichzeitig gearbeitet. Die Bauarbeiten für die Nordumfahrung starten sowohl im Westen an der Alexander-Baumann-Straße in den Böllinger Höfen als auch im Osten im Bereich des Industriegebiets Neckarau. Im freien Gelände wird außerdem mit dem Bau von zwei neuen Brücken begonnen. Die 80 Meter lange Talbrücke Wächtelesäcker wird Teil der Nordumfahrung und überspannt im Westen den sogenannten Wächtelesgraben. Die Feldwegbrücke Am Näpfle überquert die Nordumfahrung und dient der Landwirtschaft, aber auch Radfahrern und Fußgängern.
In der Neckarau wird auf einer freien Fläche zwischen der Wimpfener und der Böllinger Straße zunächst das Baustellenbüro eingerichtet. Dafür sind größere Erdarbeiten notwendig. Gleichzeitig beginnen auf dem ehemaligen Landliebe-Gelände an der Buchener Straße die ersten Straßenbauarbeiten.
Zusätzlich startet zwischen der Böllinger Straße und der Wimpfener Straße der Neubau eines Regenüberlaufbeckens im Auftrag der Entsorgungsbetriebe der Stadt Heilbronn. Viele wichtige Leitungs- und Entwässerungsarbeiten wurden bereits im Vorfeld erledigt und gehen nun direkt in den eigentlichen Straßenbau über.


Verkehrsführung bis zu den Sommerferien
Auf der Neckartalstraße bleibt der Verkehr während der ersten Bauphase bis zu den Sommerferien unverändert. Erst in den folgenden Bauphasen ist eine Reduzierung der Fahrspuren notwendig. Der konkrete Ablauf der späteren Phasen wird in Abhängigkeit vom Baufortschritt und den örtlichen Gegebenheiten weiterentwickelt und jeweils rechtzeitig bekanntgegeben.
Insgesamt ist im Umfeld der Baustelle ist mit einem erhöhten Aufkommen von Baufahrzeugen zu rechnen. Der Baustellenverkehr für den westlichen Projektabschnitt wird über die Alexander-Baumann-Straße und die Grundäckerstraße abgewickelt, um zusätzliche Belastungen der Neckartalstraße zu vermeiden. Für den östlichen Projektabschnitt erfolgt die An- und Abfahrt der Baufahrzeuge über die Neckartalstraße sowie über Buchener, Böllinger und Wimpfener Straße.
Grundsätzlich bleibt der Verkehr während der Bauarbeiten in allen Richtungen möglich. Je nach Baufortschritt werden Verkehrsbeziehungen jedoch verlegt, eingeengt oder über provisorische Führungen geleitet.
Grundstücke, Betriebe und Einrichtungen bleiben während der Bauzeit erreichbar. Soweit es in einzelnen Bauphasen erforderlich ist, Zufahrten vorübergehend anders zu führen oder über provisorische Zufahrten zu erschließen, werden die betroffenen Anlieger darüber rechtzeitig informiert.
Entlang der Baustrecken wird es zudem abschnittsweise zu Einschränkungen oder zum Wegfall von Parkmöglichkeiten kommen, da Flächen für die Baustelleneinrichtung, Leitungsarbeiten und Verkehrsführungen benötigt werden. Das Feldwegenetz im Bereich der Steinäcker wird mit erhöhten Baustellenverkehr belastet, für die Erreichbarkeit der Felder wird Sorge getragen.
Anschluss des IPAI erstes Etappenziel
Für das Gesamtprojekt sind Meilensteine vorgesehen: Im Juni 2027 soll die Erschließung des Innovationsparks Künstliche Intelligenz IPAI erreicht werden, ein Jahr später die Verkehrsfreigabe des gesamten ersten Bauabschnitts der Nordumfahrung.
Die Nordumfahrung ist in drei Abschnitten als Verbindung zwischen der Neckartalstraße und der L 533 (früher B 39) geplant. Der erste Abschnitt umfasst den 1,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Neckartalstraße und dem Industriepark Böllinger Höfe, bei dem 66 Höhenmeter zu überwinden sind. Die Anschlussstellen sind jeweils mindestens vierspurig geplant, die Steigungsstrecke zu den Böllinger Höfen dreispurig, wobei zwei Spuren aufwärts nach Westen führen und eine Spur abwärts Richtung Neckar. Der Radverkehr wird jeweils separat geführt.
Aufgabe der Nordumfahrung wird es sein, die Stadtteile Neckargartach und Frankenbach vom Durchgangsverkehr zu entlasten, die Erschließung des bestehenden Industrieparks Böllinger Höfe zu verbessern und den aktuell im Bau befindlichen KI-Innovationspark IPAI an das Straßennetz anzubinden.
An voraussichtlichen Kosten sind für den ersten Bauabschnitt der Nordumfahrung rund 44 Millionen Euro veranschlagt. Der Ausbau der Neckartalstraße steht mit rund 13,3 Millionen Euro im Plan. Die Kosten übernimmt das Land Baden-Württemberg.
Fragen zur Baumaßnahme?
Sie haben Fragen zur Baumaßnahme? Dann schreiben Sie bitte der Projektleitung eine E-Mail an nordumfahrung@heilbronn.de.
Aktuelle Informationen zur Baustelle sind jederzeit unter www.heilbronn.de/nordumfahrung abrufbar.
