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Bauen & Wohnen

Eichgasse wird zum grünen Herzen der Innenstadt

Die Eichgasse im Herzen Heilbronns erhält ein neues Gesicht: Künftig sollen ansprechend bepflanzte Bauminseln und Beete, ein Wasserfeld und einladende Bänke das Erscheinungsbild der Fußgängerzone zwischen Kirchbrunnenstraße und Deutschhofstraße prägen. In seiner Sitzung am 29. Januar genehmigte der Heilbronner Gemeinderat Entwurf und Kosten für die Umbaumaßnahme, die bereits im Mai beginnen soll.

Visualierung der umgestalteten Eichgasse
Grün und einladend – so präsentiert sich nach der Umgestaltung die Eichgasse. Visualisierung: VisuPlan3D

Die Aufwertung der Gasse ist auch Teil des 30-Punkte-Sofortprogramms mit dem Ziel, die Innenstadt als lebendigen und vielfältigen Ort des Einkaufens, der Begegnung, des Arbeitens und Wohnens zu stärken. Darüber hinaus soll die Maßnahme dazu beitragen, das Mikroklima in der Innenstadt zu verbessern. Dazu wird zum einen die Gasse entsiegelt und der schwarze Asphalt durch locker verlegtes Betonpflaster mit breiteren grünen Fugen an den Rändern ersetzt, damit Regenwasser besser versickern kann. Zum anderen werden die Baumhaine so angelegt, dass auch sie Wasser aufnehmen und speichern können. An heißen und trockenen Tagen steht so Wasser für die Pflanzen zur Verfügung, das durch Verdunstung auch der Abkühlung dient. Zusätzlich unterstützt das Wasserfeld mit unterschiedlich programmierbaren Düsen ein angenehmes Kleinklima. 

Los geht es bereits im Februar mit ersten archäologischen Voruntersuchungen. Nachdem zuletzt das gesamte unterirdische Leitungsnetz erneuert wurde, wird allerdings eher nicht mit Überraschungsfunden gerechnet. Bereits ab Mai sollen dann die eigentlichen Bauarbeiten starten. In Heilbronns Titeljahr als Grüne Hauptstadt Europas 2027 kann die Eichgasse dann als Musterbeispiel für einen klimaangepassten Stadtumbau fungieren.

Der Entwurf für die Neugestaltung und Aufwertung der Eichgasse stammt von den Büros BIT Ingenieure (Heilbronn) und Cornelia Biegert Landschaftsarchitektur (Bad Friedrichshall). Sie hatten auch die Idee, das vorgesehene Blindenleitsystem als Zeitstrahl zu gestalten. 

Angrenzend an den historischen Deutschhof - seine Anfänge gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück - gilt die Eichgasse als besonders geschichtsträchtiger Ort. Der Name war bereits im Mittelalter im Gebrauch und leitet sich vom Eichmeister ab, der beim alten Kirchbrunnen seinen Sitz hatte. Heute befindet sich in der Eichgasse auch das Haus der Stadtgeschichte (Stadtarchiv), zusammen mit der VHS und den Städtischen Museen im Deutschhof bildet es eins der Kulturzentren in der Stadt. 

Die voraussichtlichen Kosten für die Sanierungsmaßnahme liegen nach der aktuellen Berechnung bei rund 3,7 Millionen Euro, wobei die Stadt eine Förderung aus dem Bund-Länder-Programm „Sozialer Zusammenhalt“ erwartet.