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Leben & Soziales

Gräber im Park sind beliebt: Auf dem Westfriedhof gibt es neue Flächen

Auf dem Böckinger Westfriedhof entsteht bereits ein zweites Areal mit alternativen Bestattungsformen. Das Angebot "Gräber im Park" wird stark nachgefragt, auch in anderen Stadtteilen. Ein entscheidender Vorteil: Die Grabpflege übernimmt das Friedhofsteam.

Das Bild zeigt eine Wiesenfläche mit kleineren Himalaya-Birken auf dem neuen Areal für alternative Bestattungsformen in Böckingen.
Idyllische Fläche: der Birkenhain mit Himalaya-Birken auf dem Westfriedhof. Hier ist es möglich, sich in einem Baumgrab mit einer Birke als Bezugspunkt bestatten zu lassen. (Foto: Stadt Heilbronn/P. Noe)

Auf dem Böckinger Westfriedhof hat die Anlage alternativer Bestattungsformen im Jahr 2009 in Heilbronn ihren Ursprung – nun wird der zweite Abschnitt freigegeben. Das städtische Grünflächenamt hat in den Abteilungen 27, 28 und 29 neue Flächen angelegt und dort auf 4160 Quadratmetern Platz für rund 420 Grabstellen geschaffen. Das erste Areal umfasst bereits eine Fläche von 8900 Quadratmetern. „Gräber im Park“ heißt das Konzept, das inzwischen auch in anderen Stadtteilen gut angenommen wird. „Es gibt eine große Nachfrage nach pflegefreien Grabformen“, erklärt Friedhöfe-Abteilungsleiter Martin Heier. 

Hain mit Himalaya-Birken und Rasenfläche als Standorte 

Auf dem Westfriedhof stehen auf neuen Flächen zwei alternative Bestattungsformen zur Auswahl: 
•    Baumgräber (Urnengräber an Bäumen): Hier ist eine der elf gepflanzten Himalayabirken Bezugspunkt für Urnenwahlgräber im direkten Umfeld des Baumes. Das Nutzungsrecht kann zu Lebzeiten für 25 Jahre erworben werden. Eine Bodenplatte aus Keramik mit Namen und Lebensdaten der Verstorbenen wird integriert. Die Grabpflege erfolgt durch die Friedhofsverwaltung. 
•    Urnenreihengräber in einer Rasenfläche: Hier ist das Grabfeld eine Wiese, in der die Verstorbenen in Urnen beigesetzt werden. Die Nutzungszeit beträgt 18 Jahre. Auch hier wird eine Bodenplatte mit Namen und Lebensdaten integriert. Die Grabpflege erfolgt durch die Friedhofsverwaltung. 

Zudem hat das Grünflächenamt der Stadt am Rand der Flächen neue Sitzmöglichkeiten geschaffen, mal als Einzelstühle, mal als gerade oder geschwungene Bank auf gepflasterten Flächen. Das Gesamtkonzept soll Raum zum Abschiednehmen, Besinnen, Nachdenken und Verweilen bieten. Die Gesamtkosten für die Gestaltung der neuen alternativen Flächen beziffert Martin Heier mit rund 265.000 Euro. 

Nächstes Projekt wird Friedhof Heidelberger Straße 

Auch für den Böckinger Friedhof Heidelberger Straße steht ein Budget für alternative Bestattungsformen bereit. Durch langfristige Krankheitsausfälle hat sich das Vorhaben verzögert. „Das wird unser nächstes Friedhofsprojekt“, blickt Martin Heier voraus. Gräber-im-Park-Flächen gibt es auch auf dem Friedhof Biberach, dem Nordfriedhof Neckargartach, dem Friedhof Frankenbach und dem Südfriedhof Sontheim. 

INFO: Auskunft zu den neuen Flächen erteilt das Team des Westfriedhofs um Aufseher Jost Bullinger, Telefon 0172 6510 651. Eine Terminvereinbarung ist möglich.