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Kultur & Freizeit

Frankenstadion als Perspektive für Drittliga-Fußball

Fußballfans aufgepasst: Schon ab der kommenden Saison könnte das Frankenstadion in Heilbronn regelmäßig zur Bühne für Spiele der 3. Fußballbundesliga werden. Der SGV Freiberg Fußball e.V. hat das Stadion beim DFB als Heimspielstätte beantragt und eröffnet damit die Chance auf hochklassigen Fußball in der Stadt.

Das Heilbronner Frankenstadion könnte künftig Spielstätte für Begegnungen der 3. Fußballbundesliga werden. Foto: FSV Handelsvertretung / Jürgen Westenberger
Das Heilbronner Frankenstadion könnte künftig Spielstätte für Begegnungen der 3. Fußballbundesliga werden. Foto: FSV Handelsvertretung / Jürgen Westenberger

Was vor wenigen Monaten noch Zukunftsmusik war, nimmt nun konkrete Formen an. Der SGV Freiberg Fußball e.V. reicht im laufenden Lizenzierungsverfahren für die 3. Fußballbundesliga einen Antrag beim Deutschen Fußballbund ein und benennt dabei das Heilbronner Frankenstadion als Heimspielstätte.

Dieser Schritt folgt auf intensive und konstruktive Gespräche zwischen der Stadt Heilbronn und dem Verein. Jetzt prüft der DFB, ob das Stadion die Voraussetzungen für den Spielbetrieb in der 3. Liga erfüllt.

Unabhängig von dieser Entwicklung führt der VfR Heilbronn seinen Trainings- und Ligabetrieb weiterhin im Frankenstadion fort.

„Der Zeitpunkt ist genau richtig“

Oberbürgermeister Harry Mergel sieht in dieser Entwicklung eine große Chance für die Stadt. „Der Zeitpunkt für diese Entwicklung ist genau richtig. Mit der vorhandenen Infrastruktur im Frankenstadion haben wir eine sehr gute Grundlage, Heimat für hochklassigen Fußball mit einer Strahlkraft weit über die Stadt hinaus zu werden. Jetzt gilt es, diese Chance entschlossen zu nutzen. Der Verein wird künftig auch Heilbronn im Vereinsnamen tragen.“

Auch beim SGV Freiberg blickt man positiv auf die Zusammenarbeit. Präsident Emir Cerkez betont: „Wir bedanken uns bei der Stadt für die offenen Gespräche und das entgegengebrachte Vertrauen. Wir freuen uns auf die zukünftige und langfristige Zusammenarbeit.“

Gemeinsame Perspektive für den Standort

Zwischen dem VfR Heilbronn und dem SGV Freiberg bestehen seit Langem enge Kontakte. Auf der Suche nach einem drittligatauglichen Stadion kommt Freiberg auf Heilbronn zu. In gemeinsamen Gesprächen entsteht ein tragfähiger Ansatz für die Weiterentwicklung des leistungsorientierten Fußballs am Standort.

Die beiden Vorsitzenden des VfR Heilbronn 96/18 e.V., Onur Celik und Wolfgang Gottwald, erklären: „Wir unterstützen das Ziel, Drittliga-Fußball in Heilbronn zu etablieren und sind offen für konstruktive Gespräche, die die Tradition und die Identität des VfR berücksichtigen.“

Bürgermeisterin Agnes Christner zeigt sich zuversichtlich: „Wir sind zuversichtlich, dass der SGV und der VfR einen guten gemeinsamen Weg finden, den wir gerne unterstützen.“

Investitionen für die 3. Liga

Um die Anforderungen der 3. Liga zu erfüllen, sind im Frankenstadion mehrere Maßnahmen notwendig. Dazu zählen die Realisierung der geplanten Flutlichtanlage, der Einbau einer Rasenheizung sowie die Erweiterung der Tribünenkapazität von derzeit 1200 auf 2000 Plätze.

Über diese Investitionen wird der Gemeinderat voraussichtlich in seiner nächsten Sitzung beraten und entscheiden.

Perspektivisch berücksichtigt der SGV Freiberg das Frankenstadion auch im Falle eines Verbleibs in der Regionalliga im Lizenzierungsverfahren. Ein entsprechender Antrag wird in den kommenden Tagen erwartet.