Über 120 Programmpunkte bei der Langen Nacht der Kultur

Alle zwei Jahre lädt die Lange Nacht der Kultur dazu ein, bekannte Kulturorte neu zu erleben und bislang unbekannte Angebote zu entdecken. Der Radius ist groß: Er reicht vom Mobilat in der Salzstraße über Ateliers in der Südstraße und die Robert-Mayer-Sternwarte in der Bismarckstraße bis zum Theresienturm.
„Die Lange Nacht der Kultur zeigt auf besondere Weise, wie vielfältig und lebendig sich das kulturelle Leben in Heilbronn entwickelt hat. Kulturelle Angebote muss man in unserer Stadt längst nicht mehr mühevoll suchen – die Herausforderung an diesem Abend wird eher sein, sich zu entscheiden“, sagt Bürgermeisterin Agnes Christner.

Mehr als 50 Musik-Acts
Allein im Bereich Musik sind mehr als 50 Ensembles, Bands sowie Musikerinnen und Musiker vertreten. Hinzu kommen rund 20 Ausstellungen, Ateliers und Kunstaktionen. Das Programm reicht von klassischen Konzerten über Pop und Rock, Theater, Kabarett und Tanz bis zu Streetart, Künstlicher Intelligenz und zahlreichen Angeboten zum Mitmachen.
Zu den zahlreichen Angeboten gehört das Festival HNX Originals in der Maschinenfabrik. Elf Live-Acts aus Heilbronn und Umgebung bespielen von 17 bis 23 Uhr die Kranhalle und die Cafébühne.
Urban Art und neue Kulturorte
An mehreren Orten rücken Urban Art und Graffiti in den Mittelpunkt. Die Zigarre präsentiert mit „Beyond Graffiti“ eine Ausstellung, die auch Murals im Stadtraum einbezieht. In der Alten Kelter wiederum hat die lokale Graffiti-Szene einen besonderen Raum erhalten: Die dort entstandenen Arbeiten können bei Führungen durch die Halle entdeckt werden.
Auch neu entstandene Kulturorte sind erstmals dabei. Das Atelier Großartig der Evangelischen Stiftung Lichtenstern im Neckarbogen lädt zum kreativen Gestalten ein. Das Theater in der Streichholzschachtel in der Frankfurter Straße präsentiert „Frankenstein“ in zwei ungewöhnlichen Formen: als Stummfilm mit Livemusik sowie als Objekt- und Papiertheater.
„Die ausgewählten Beispiele geben nur einen kleinen Eindruck davon, wie viel es an diesem Abend zu entdecken gibt“, sagt Karin Schüttler, Leiterin des Schul-, Kultur- und Sportamts. „Besonders schön ist die Mischung: etablierte Einrichtungen stehen neben neuen Kulturorten, lokale Bands neben ungewöhnlichen Kunstprojekten. Dazu kommen viele Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Genau diese Vielfalt macht die Lange Nacht der Kultur aus.“
Geschichte und Erinnerung entdecken
Auch die Erinnerungskultur ist an verschiedenen Orten präsent. Im Theresienturm ist die Rauminstallation „BROT“ von Gerd Pfleiderer zu sehen. In der Ehrenhalle gibt es Führungen zur Geschichte des Ortes und zur neuen Inschrift sowie eine Pop-up-Ausstellung. Das Stadtarchiv widmet sich unter anderem der Waldheide und den Stolpersteinen und präsentiert neue Erkenntnisse zum hämodynamischen Simulator von Robert Mayer.
Mitmachen ausdrücklich erwünscht
Viele Angebote richten sich speziell an Kinder und Familien. In der Stadtbibliothek gastiert das Theater Radelrutsch, im Willy-Brandt-Haus stehen Lesungen auf dem Programm und im Atelier Großartig können eigene Kunstwerke entstehen. Im Gewerkschaftshaus gibt es Trommelmusik und Tanz aus Westafrika.
Auch Erwachsene können selbst kreativ werden – beispielsweise bei einem Drumcircle-Workshop im Gewerkschaftshaus, beim KI-Battle im Kunstverein, bei Schnupperangeboten der Volkshochschule vom Handlettering bis zum Japanisch-Crashkurs oder bei einem Improvisationstheater-Workshop.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Zugänglichkeit. Im Programm werden Veranstaltungsorte gekennzeichnet, die für Menschen mit Behinderung zugänglich sind. Zudem gibt es wieder eine Gebärdensprachtour. Sie beginnt bei der Eröffnung und führt unter anderem zur Ehrenhalle, zur Robert-Mayer-Sternwarte und zur Kunsthalle Vogelmann.
Eröffnung unter der Pyramide
Eröffnet wird die Lange Nacht der Kultur um 17 Uhr von Oberbürgermeister Harry Mergel und Bürgermeisterin Agnes Christner unter der Pyramide der Kreissparkasse Heilbronn. Für die musikalische Begleitung sorgen Amy Lungu and Friends.
Das Programm ist online sowie in einem gedruckten Programmheft verfügbar. Damit lässt sich vorab eine persönliche Route zusammenstellen – ebenso ist es möglich, sich spontan von Ort zu Ort treiben zu lassen.
Die Lange Nacht der Kultur wird von der Kulturstiftung der Kreissparkasse Heilbronn und über Regionet der Popakademie Baden-Württemberg gefördert.
Weitere Informationen und das vollständige Programm gibt es unter www.heilbronn.de/kulturnacht.
