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Schmuckbild: Rathaus Heilbronn, historische Kunstuhr.

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Städtetag Baden-Württemberg zu Gast in Heilbronn

Zwei Tage Austausch und ein bleibendes Zeichen

Zwei Tage lang war Heilbronn Treffpunkt der Städte aus ganz Baden-Württemberg: Zur Hauptversammlung des Städtetags Baden-Württemberg am 1. und 2. Oktober waren mehr als 500 Gäste angemeldet – darunter Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Delegierte aus den Gemeinderäten der Mitgliedsstädte. Auch Ministerpräsident Cem Özdemir und Innenminister Manuel Hagel kamen nach Heilbronn. Städtetagspräsident Dr. Frank Mentrup eröffnete die Hauptversammlung. 

In der Harmonie ging es um die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen, die Modernisierung der Verwaltung und die Zukunft der Demokratie. Im Mittelpunkt stand die angespannte Finanzlage der Städte. Nach Angaben von Städtetagspräsident Dr. Frank Mentrup erwartet die Kommunen in Baden-Württemberg für 2027 ein Defizit von mehr als vier Milliarden Euro. Der Städtetag fordert deshalb ein Notfinanzierungsprogramm und weitere Unterstützung von Bund und Land. Ministerpräsident Cem Özdemir sagte den Kommunen die Unterstützung des Landes zu und betonte die Verantwortung des Bundes. Die Stadt Heilbronn nutzte ihre Rolle als Gastgeberin, um den Gästen auch Entwicklungen vor Ort zu zeigen.

„Es war eine Freude, so viele Kolleginnen und Kollegen aus den Städten Baden-Württembergs in Heilbronn zu begrüßen“, sagt Oberbürgermeister Harry Mergel. „Die Hauptversammlung hat gezeigt, wie viel Erfahrung, Kompetenz und Gestaltungswillen in den Kommunen steckt. Besonders gefreut hat mich, dass wir den Gästen Heilbronn auch als Stadt zeigen konnten, die sich mit dem IPAI, dem Bildungscampus und auf dem Weg zur Grünen Hauptstadt Europas 2027 weiterentwickelt.“

Ministerpräsident Cem Özdemir sprach am Donnerstag zu den Delegierten und Gästen. Am Freitag stand die digitale Herausforderung der Demokratie im Mittelpunkt: Nach einem politischen Impuls von Innenminister Manuel Hagel ging es unter anderem um die Rolle Künstlicher Intelligenz in der politischen Öffentlichkeit. Foren boten Raum für den Austausch über kommunale Investitionen, KI, Ratsarbeit und weitere Fragen des städtischen Alltags. Bei Exkursionen lernten die Gäste unter anderem den Innovation Park Artificial Intelligence (IPAI), den Bildungscampus und das Quartier Neckarbogen kennen. Beim Heilbronner Abend überraschte die Stadt die Gäste mit einer kurzweiligen Bühnenshow. 

Ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit bleibt vor der Harmonie: Als Dank an die Gastgeberstadt spendete der Städtetag einen Baum. Für ihn wurde eine bislang versiegelte Fläche geöffnet. Am Freitag gossen Vertreter des Städtetags und der Stadt den neu gepflanzten Baum gemeinsam. Die Pflanzung passt zu Heilbronns Weg als Grüne Hauptstadt Europas 2027: Im Titeljahr sollen weitere Bäume auf bislang versiegelten städtischen Flächen folgen. 

Menschen stehen um einen Baum und gießen ihn

Ein Baum als Dank an die Gastgeberstadt: Innenminister Manuel Hagel (2.v.l.), Städtetagspräsident Dr. Frank Mentrup (3.v.l.), geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags Baden-Württemberg Ralf Broß (1.v.l.) sowie Oberbürgermeister Harry Mergel und Bürgermeisterin Agnes Christner gießen den neu gepflanzten Blauglockenbaum vor der Harmonie. Foto: [B. Kimmerle/Stadt Heilbronn]