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Investoren für 28 Neckarbogen-Grundstücke ausgewählt  

OB Mergel: Hoch zufrieden mit Qualität

Einstimmig hat das Bewertungsgremium im Rahmen des Investorenauswahlverfahrens seine Empfehlung für die Bebauung des zweiten Bauabschnitts im Stadtquartier Neckarbogen getroffen. Die besten Entwürfe und Konzepte für die zur Verfügung stehenden 28 Grundstücke gehen als Empfehlung an den Gemeinderat. Er wird in seiner Sitzung am 21. Dezember darüber entscheiden. Eingereicht hatten 49 Investoren insgesamt 176 Arbeiten. Die Entwürfe dazu stammen von 113 Architekten aus dem In- und europäischen Ausland. 

Oberbürgermeister Harry Mergel bedankt sich bei allen Teilnehmern für die großartige Resonanz auf das Investorenauswahlverfahren. „Mit der architektonischen und der städtebaulichen Qualität der vorliegenden Arbeiten bin ich hoch zufrieden. Wir sind damit in der Lage, den eingeschlagenen Weg auf höchstem Niveau im Sinne unserer Qualitätsziele fortzuführen. Im Neckarbogen entsteht ein sozial ausgewogenes Stadtquartier, wo Wohnen für alle möglich sein soll.“

Reiner Nagel, Vorsitzender des 16-köpfigen Bewertungsgremiums mit Stadtplanern, Architekten sowie Vertreter aller Gemeinderatsfraktionen, lobt: „Der Neckarbogen genießt schon heute bundesweites Ansehen. Mit dem hohen Niveau der eingereichten und ausgewählten Projekte lässt sich jetzt die Erfolgsgeschichte fortschreiben. Dabei kommen vielschichtige und zukunftsgerichtete Nutzungs-, Mobilitäts- und Energiekonzepte zum Zuge“. Nagel ist Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur und begleitete bereits das Investorenauswahlverfahren für den ersten Bauabschnitt.

„Wir hatten ein Luxusproblem. Die schwere Aufgabe der Jury bestand darin, aus so vielen qualitativ hochwertigen Entwürfen die passenden herauszufinden“, sagt Baubürgermeister Wilfried Hajek.
Ausschlaggebend für die Auswahl der empfohlenen 28 Arbeiten ist die Qualität der Nutzungskonzepte, der Architektur und der technischen Innovation. Die vom Gemeinderat festgelegte Quote von 20 Prozent geförderter Wohnungsbau wird erfüllt. Eine Vielzahl an Baumaterialien soll zum Einsatz kommen. Auch der Baustoff Holz spielt eine Rolle.  Nachhaltigkeit und Recyclierbarkeit standen in der Diskussion um die Auswahl immer wieder im Fokus. Eine Vielzahl an Wohnungsgrößen und Grundrissen sollen realisiert werden. Auch Baugemeinschaften sollen wieder zum Zuge kommen.

Grundlage für die Bewerbung war je ein in sich schlüssiges Konzept pro Grundstück. Investoren konnten sich auf beliebig viele Grundstücke bewerben. Ein Architekt konnte jedoch maximal zwei nicht nebeneinanderliegende Gebäude planen. „Das Besondere am Heilbronner Konzeptverfahren ist der partnerschaftliche Prozess, sich mit engagierten Bauherren für eine hohe Architekturqualität und ein schönes Stadtbild im Neckarbogen zu engagieren. Das nutzt nicht nur den künftig dort Wohnenden, sondern allen Heilbronnerinnen und Heilbronnern“, so Nagel. 

Nach der Entscheidung des Gemeinderats im Dezember können die Investoren ihre Planung auf dem jeweiligen Grundstück konkretisieren. Das Management und die enge Begleitung der Realisierung übernimmt das Projektentwicklungsteam Neckarbogen im Amt für Liegenschaften und Stadterneuerung in enger Zusammenarbeit mit dem Planungs- und Baurechtsamt. Die Baukommission, bestehend aus den Fachgutachtern des Bewertungsgremiums, begleitet den Prozess. Erst nach Vorlage des Baugesuchs und einer positiven Empfehlung der Baukommission wird der Gemeinderat über den Verkauf der Grundstücke entscheiden. 

Die Grundstückspreise sind fix und liegen zwischen 780 und 960 Euro. Baubeginn ist voraussichtlich Ende 2021. Bereits in diesen Tagen wird mit der inneren Erschließung der drei Baufelder begonnen. 
Je nach Konzept und Grundriss werden voraussichtlich bis Ende 2023 etwa 350 Wohnungen für etwa 800 Bewohner entstehen. Im ersten Bauabschnitt wohnen heute bereits 600 Menschen.
Bis Ende 2028 soll der Neckarbogen komplett bebaut sein mit Wohnraum für insgesamt etwa 3500 Menschen, einer internationalen Schule sowie Gewerbeflächen für etwa 1000 Arbeitsplätze. 

Der erste Bauabschnitt des Neckarbogens war als Stadtausstellung mit 23 Häuser Teil der Bundesgartenschau 2019. Der Neckarbogen wurde als Quartier bereits vielfach prämiert. Als herausragendes Beispiel für innovatives Planen und Bauen wurde er mit dem Staatspreis Baukultur Baden-Württemberg 2020 ausgezeichnet. 

Die Stadt Heilbronn verfolgt beim Neckarbogen die Realisierung eines autoarmen Quartiers, bei dem 70 Prozent aller Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn zurückgelegt werden. Öffentliche Flächen sollen weitgehend Fußgängern und Radfahrern vorbehalten sein. Um den Charakter eines autoarmen Quartiers zu unterstreichen, wird in den meisten Straßen eine Fahrradzone eingerichtet. Eine Quartiersgarage inklusive Mobilitätshub und Sharing-Angebote unterstützen dabei.

Sitzung des Bewertungsgremiums im Theodor-Heuss-Saal der Harmonie. Foto: Stadtarchiv/Barbara Kimmerle

Sitzung des Bewertungsgremiums im Theodor-Heuss-Saal der Harmonie. Foto: Stadtarchiv/Barbara Kimmerle

Visualisierung Stadtquartier Neckarbogen, zweiter Bauabschnitt (südlich Floßhafen, nördlich Paula-Fuchs-Alee) hervorgehoben. Visualisierung: Stadt Heilbronn

Visualisierung Stadtquartier Neckarbogen, zweiter Bauabschnitt (südlich Floßhafen, nördlich Paula-Fuchs-Alee) hervorgehoben. Visualisierung: Stadt Heilbronn