91 Nachwuchskräfte starten bei der Stadt Heilbronn

Gemeinsam ankommen und durchstarten
Der erste Arbeitstag ist etwas Besonderes. Neue Menschen, neue Aufgaben und für viele auch der Wechsel von der Schule ins Berufsleben. Bei der Stadt Heilbronn beginnt dieser neue Lebensabschnitt deshalb nicht direkt am Schreibtisch, sondern gemeinsam. Insgesamt 91 Nachwuchskräfte starten in diesem Jahr in 30 verschiedenen Ausbildungsberufen und Studiengängen in den Bereichen Verwaltung, Soziales und Technik.
Eine von ihnen ist die 16-jährige Lena. Sie beginnt ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten und hat bereits eine Vorstellung davon, wohin ihr Weg einmal führen könnte. Besonders das Bürgeramt interessiert sie. Für die Stadt Heilbronn hat sie sich vor allem wegen der vielen Möglichkeiten entschieden: „Die Stadt Heilbronn bietet eine sehr vielfältige Ausbildung. Es ist ein großer Betrieb und ich fand den Beruf einfach sympathisch und abwechslungsreich.“
Auch Emana startet mit 17 Jahren ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. Für sie spielen neben den beruflichen Möglichkeiten auch persönliche Entwicklungschancen und der Wunsch eine Rolle, etwas für die Stadt zu tun. Besonders interessieren sie das Personal- und Organisationsamt sowie das Jugendamt.
Starterwoche erleichtert den Einstieg bei der Stadt Heilbronn
Damit aus vielen neuen Gesichtern schnell eine Gemeinschaft wird, steht zum Auftakt die fünftägige Starterwoche auf dem Programm. Schon am ersten Tag geht es deshalb nicht nur um Informationssicherheit, Digitalisierung oder das Ausbildungs-ABC. Beim gemeinsamen Kennenlernen und Mittagessen bleibt auch Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Gerade dieser Einstieg ist für Emana besonders wichtig. Wer frisch aus der Schule komme und direkt in den Arbeitsalltag starte, müsse sich erst einmal in einer völlig neuen Umgebung zurechtfinden. Die Starterwoche gebe dagegen Orientierung und schaffe gleichzeitig die Möglichkeit, früh Kontakte zu den anderen Auszubildenden zu knüpfen. „Man kann nicht so eine gute Verbindung direkt bekommen, wie zum Beispiel bei einer Starterwoche“, beschreibt sie den Unterschied.
Wie wichtig gerade dieser persönliche Austausch ist, merkt auch Nova. Die 23-Jährige startet ins duale Studium Public Management, nachdem sie bereits eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement absolviert hat. „Die Starterwoche ist ein total tolles Konzept. Man kann sich schon im Vorfeld kennenlernen. Wenn man später durch die verschiedenen Ämter geht, hat man nicht mehr so viel Kontakt mit den anderen Azubis und Studierenden. Deshalb ist die Starterwoche perfekt, um direkt am Anfang Kontakte zu knüpfen.“
Marlene kennt die Stadtverwaltung ebenfalls bereits. 2023 hat sie ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement bei der Stadt begonnen, jetzt schließt sie das Studium Public Management an. Trotzdem entdeckt auch sie während der Starterwoche Neues: „Auch wenn ich schon vieles kenne, ist es richtig cool, dabei zu sein. Man lernt trotzdem noch etwas dazu und kann sich mit den anderen in der eigenen Gruppe, aber auch mit den anderen Berufsgruppen vernetzen.“
Auszubildende und Studierende lernen die Stadtverwaltung kennen
Wie groß und vielseitig die Stadtverwaltung tatsächlich ist, erfahren die Nachwuchskräfte nicht nur in Präsentationen. Ein ganzer Vormittag ist beispielsweise für eine Ämterrallye reserviert. Workshops, Teamspiele, eine Bustour und Informationen zu Themen wie Arbeitssicherheit oder Servicestandards ergänzen das Programm. Zum Abschluss geht es bei einem Stadtrundgang unter anderem ins Haus der Stadtgeschichte, ins Theater und in die Stadtbibliothek.
Ein Programmpunkt ist bei mehreren Nachwuchskräften besonders gut angekommen: der Einblick in die Arbeit der Feuerwehr. Für Lena war die Fahrt mit der Drehleiter ein Highlight. Spannend fand sie aber auch zu erfahren, welche Aufgaben die Feuerwehr übernimmt und bei welchen Einsätzen sie gefragt ist. Auch Nova nennt den Besuch bei der Feuerwehr als ihren bisherigen Höhepunkt.
Für die 23-jährige angehende Veranstaltungstechnikerin Federica ist gerade die Möglichkeit interessant, Bereiche kennenzulernen, mit denen sie während ihrer späteren Ausbildung im Theater sonst kaum Berührungspunkte hätte. „Ich finde es toll, dass die Stadt uns die Möglichkeit gibt, überall mal reinzuschnuppern und zu sehen, wie alles läuft und wie die anderen Ausbildungen aussehen.“
Feuerwehr, Ämterrallye und Stadtrundgang geben praktische Einblicke
Die Starterwoche soll den Nachwuchskräften nicht nur Wissen vermitteln, sondern ihnen auch Sicherheit für die ersten Wochen geben. Sie lernen Strukturen kennen, bekommen Einblicke in unterschiedliche Arbeitsbereiche und knüpfen Kontakte, bevor sich ihre Wege in die verschiedenen Ämter und Einrichtungen verteilen.
Oberbürgermeister Harry Mergel bringt dieses Ziel auf den Punkt: „Die Starterwoche ist ein echter Crashkurs in Sachen Heilbronner Stadtverwaltung. Wir möchten unseren neuen Nachwuchskräften damit Orientierung geben und ihnen einen gelungenen Start in ihre berufliche Zukunft ermöglichen.“
Für die Stadt ist der Ausbildungsstart zugleich eine Investition in die eigene Zukunft. „Ich freue mich, dass sich diese jungen Menschen für die Stadt Heilbronn und ihre Bürgerinnen und Bürger engagieren, bei uns beruflich durchstarten und gemeinsam mit uns die Zukunft Heilbronns gestalten möchten“, sagt Mergel.





Neue Ausbildungsberufe und duale Studiengänge ab 2026
Diese berufliche Zukunft bietet zahlreiche Möglichkeiten. Die Stadt erweitert ihr Ausbildungsangebot 2026 noch einmal: Neu sind die dualen Studiengänge Soziale Arbeit im Gesundheitswesen, Soziale Arbeit, Sozialmanagement mit Schwerpunkt Digitalisierung und KI sowie Wirtschaftsingenieurwesen, Facility Management. Erstmals bildet die Stadt außerdem Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste in der Fachrichtung Archiv aus.
Nach fünf gemeinsamen Tagen geht es für die neuen Kolleginnen und Kollegen schließlich in ihre jeweiligen Bereiche. Was sie aus der Starterwoche mitnehmen, sind nicht nur erste Einblicke in die Stadtverwaltung, sondern vor allem viele bekannte Gesichter, auf die sie während ihrer Ausbildung oder ihres Studiums immer wieder treffen werden.



