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Bauen & Wohnen

Fünf Heilbronner Gebäude mit dem Häring-Preis gewürdigt

Der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten Heilbronn-Franken hat fünf Bauwerke in der Stadt Heilbronn mit einer Hugo-Häring-Auszeichnung 2026 prämiert. Darunter sind neben der Innovationsfabrik 2.0 auch drei Bauwerke im Neckarbogen. 40 Projekte waren zum diesjährigen Auszeichnungsverfahren eingereicht worden, zwölf davon erhielten einen Preis.

Das Bild zeigt das moderne Gebäude der Innovationsfabrik 2.0 mit viel Glas und Holz im Wohlgelegen.
Wurde erneut mit einem Architektur-Preis ausgezeichnet: die Innovationsfabrik 2.0 im Wohlgelegen. (Foto: BDA/Brigida González)

Unter den Preisträgern ist mit der Innovationsfabrik 2.0 im Wohlgelegen ein Gebäude der Stadtsiedlung Heilbronn, das vom Architekturbüro Waechter + Waechter in Darmstadt entworfen wurde. Die Jury würdigte vor allem die sprechende Holzkonstruktion, eine perfekte Fügung im Detail, eine logische Grundrisstypologie und ein inneres Herz, das alles verbindet. Es sein „ein Haus, das man nicht vergisst.“ Der Preis sei „ein wunderbares Kompliment an alle, die an dem Projekt mitgewirkt haben“, freut sich Stadtsiedlung-Geschäftsführer Dominik Buchta. Die Innovationsfabrik war bereits im Juni 2026 mit dem Siegel „Beispielhaftes Bauen“ der Architektenkammer Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. 

Lob für Loggien und Rundbogenfenster 

Zwei prämierte Gebäude entstanden im Zuge des von der Stadt Heilbronn initiierten Architekturwettbewerbes im Neckarbogen. Ausgezeichnet wurde das Stadthaus K7 (Architekten Baumschlager Hutter, München). Hier lobte die Jury die schlichte, unaufgeregte Art und eine sichtbare, wohltuende Ordnung. Die integrierten Loggien „wirken wie Schaufenster der Bewohnenden“ . Bauherr war K+P Neckarbogen. Preisträger ist zudem das Gebäude „Lakeview“ im Neckarbogen, das die Jury wegen seiner ungewöhnlichen Gebäudehülle und der städtebaulichen Ausstrahlung als charaktervolle Straßenecke am See lobte. Besonderer Blickpunkt sind dort die Rundbogenfenster. Bauherr war Strenger Wohnen und Bauen, das Architekturbüro ist Hadi Teherani Architects aus Hamburg. 

Zudem wurden das Behördenzentrum an der Wilhelmstraße (Bauherr: Vermögen und Bau Baden-Württemberg; Müller Architekten Heilbronn) sowie die Josef-Schwarz-Schule im Neckarbogen (Bauherr Schwarz Immobilienmanagement; Behnisch Architekturbüro Stuttgart) mit dem Häring-Preis prämiert. 

Prämierte Bauten nehmen jetzt am Landeswettbewerb teil

Die Auszeichnung ist die erste Stufe des renommierten Hugo-Häring-Preisverfahrens des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten Baden-Württemberg. Seit 1969 verleiht der Landesverband im dreijährigen Turnus den Hugo-Häring-Preis für vorbildliche Bauwerke in Baden-Württemberg. Das Verfahren ist zweistufig angelegt: In den 15 Kreisgruppen des Landes werden zunächst die regionalen Hugo-Häring-Auszeichnungen vergeben. 

Die prämierten Bauten qualifizieren sich für die zweite Stufe des Verfahrens und nehmen 2027 am Auswahlverfahren zum Hugo-Häring-Landespreis teil. Im Mittelpunkt der Auszeichnung stehen Bauwerke, die in besonderer Weise Verantwortung für die gebaute Umwelt übernehmen und einen qualitätsvollen Beitrag zur Baukultur leisten. (cf) 

INFO: Hugo Häring, geboren 1882 in Biberach/Riß, war ein deutscher Architekt und Architekturtheoretiker. Er gilt als einer der bedeutendsten Initiatoren des Neuen Bauens. Häring wirkte als Architekt in Ulm, Hamburg und Berlin. 1956 gewann er den Berliner Kunstpreis. Er starb 1958 in Göppingen.