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Bauen & Wohnen

Baustart für neues Wasserwerk in Böckinger Wiesen

Mit dem Spatenstich haben die Stadtwerke Heilbronn und die Heilbronner Versorgungs GmbH den nächsten wichtigen Schritt für den Neubau des Wasserwerks Süd auf den Böckinger Wiesen gemacht. Die neue Anlage soll künftig mehr Wasser aus den örtlichen Brunnen für die Trinkwasserversorgung nutzbar machen. Damit stärken die beiden Unternehmen die Eigenwasserversorgung und schaffen zusätzliche Flexibilität für die Versorgung der wachsenden Stadt.

Das Bild zeigt Verwaltung, Gemeinderatsmiglieder und Vertreter der Stadtwerker und er HNVG beim Spatenstich für das neue Wasserwerk Süd in den Böckinger Wiesen.
Spatenstich mit vereinten Kräften für das Wasserwerk Süd: (v. li.) Bürgermeister Andreas Ringle, die Stadträtinnen Isabell Steidel und Marion Rathgeber-Roth, OB Harry Mergel, Erster Bürgermeister Martin Diepgen, Erik Mai (Geschäftsführer Stadtwerke) und Hannes Gänse (Technischer Leiter HNVG). (Foto: Stadt Heilbronn/Friese)

„Wasser wird angesichts des Klimawandels und der wachsenden Anforderungen an die Versorgung zu einer immer wertvolleren Ressource. Umso wichtiger ist es, unsere verfügbaren Wasservorkommen verantwortungsvoll zu nutzen und die Versorgung langfristig zuverlässig aufzustellen“, sagte Erik Mai, Geschäftsführer der Stadtwerke Heilbronn. In der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der HNVG als Betriebsführerin entwickele man gemeinsam Lösungen, „um die örtlichen Wasserressourcen besser zu nutzen und die Herausforderungen einer sich verknappenden Ressource aktiv anzugehen".

Wichtiger Baustein für die Stadtentwicklung

Auch Oberbürgermeister Harry Mergel betonte beim Spatenstich die Bedeutung des Projekts für die Zukunft Heilbronns. Mit der Entwicklung neuer Wohngebiete, zusätzlichen Arbeitsplätzen und Investitionen in Bildung, Mobilität und Infrastruktur wachse auch die Bedeutung einer leistungsfähigen Wasserversorgung. „Wir entwickeln unsere Stadt weiter, indem wir ihre eigenen Stärken nutzen. Heilbronn hat auch bei der Wasserversorgung wertvolle Ressourcen, die wir verantwortungsvoll einsetzen wollen. Das Wasserwerk Süd stärkt diese Möglichkeiten und ist ein wichtiger Baustein einer vorausschauenden Stadtentwicklung“, sagte OB Mergel. 

Trinkwasser durchläuft mehrere Reinigungsstufen 

Wasser ist eine zentrale Grundlage für das Leben in der Stadt und für ihre wirtschaftliche Entwicklung. Heilbronn verfügt mit zwölf Tiefbrunnen und 22 Quellen über eigene Wasserressourcen und bezieht zusätzlich Fernwasser von der Bodensee-Wasserversorgung. Das neue Wasserwerk soll dazu beitragen, die örtlichen Möglichkeiten künftig besser auszuschöpfen und die verschiedenen Wasserressourcen sinnvoll miteinander zu verbinden. 

Die neue Anlage erhält eine mehrstufige Wasseraufbereitung. Moderne Verfahren wie Ultrafiltration und Umkehrosmose ermöglichen es, die Beschaffenheit des örtlich gewonnenen Wassers gezielt anzupassen. Hinzu kommen zwei Speicherbehälter mit insgesamt 1.400 Kubikmetern Fassungsvermögen. Neben dem Wasserwerksgebäude werden auch Brunnen, Leitungen sowie die elektrische und steuerungstechnische Infrastruktur erneuert und in das Versorgungssystem eingebunden. 

2029 soll die neue Anlage eingeweiht werden

„Mit dem neuen Wasserwerk Süd schaffen wir die Voraussetzungen, die örtlichen Wasserressourcen künftig noch besser zu nutzen und die Trinkwasserversorgung langfristig weiterzuentwickeln. Ein Projekt dieser Größenordnung erfordert eine sorgfältige Planung und eine enge Abstimmung aller Beteiligten. Gemeinsam bringen wir das Projekt Schritt für Schritt voran“, sagt Hannes Gänse, technischer Leiter der Betriebsführung bei der HNVG. Im Jahr 2029 soll das fertige Wasserwerks Süd eingeweiht werden.