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Leben & Soziales

Neues Quartierszentrum stärkt das Miteinander in der Innenstadt

Eine feste Anlaufstelle, neue Begegnungsmöglichkeiten und eine bessere Vernetzung bestehender Angebote: In der Heilbronner Innenstadt entsteht ein neues Quartierszentrum. Mit der Vertragsunterzeichnung durch Bürgermeisterin Agnes Christner und Nadine Bernecker, Geschäftsführerin des Kreisdiakonieverbands Heilbronn, kann die Quartiersarbeit nun weiter aufgebaut werden.

Nadine Bernecker und Agnes Christner sitzen am Tisch vor den unterzeichneten Vertragsunterlagen. Beide Frauen lächeln frlöhlich in die Kamera. In der Linken Ecke des Bildes ist das Logo "Mittendrin" für das Sofortprogramm Zukunft Innenstadt abgebildet.
Nadine Bernecker, Geschäftsführerin des Kreisdiakonieverbands Heilbronn, und Bürgermeisterin Agnes Christner unterzeichnen den Vertrag für das neue Quartierszentrum Innenstadt. Foto: Stadtarchiv / Barbara Kimmerle

Wer lebt in der Innenstadt? Was brauchen die Menschen in ihrem Alltag? Welche Angebote gibt es bereits und wo können neue entstehen? Mit dem neuen Quartierszentrum rücken diese Fragen stärker in den Mittelpunkt. Das Quartiersmanagement soll Menschen zusammenbringen, bestehende Angebote sichtbarer machen und gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern neue Ideen für ihr Quartier entwickeln.

Die Grundlage dafür ist jetzt geschaffen: Bürgermeisterin Agnes Christner und Nadine Bernecker, Geschäftsführerin des Kreisdiakonieverbands Heilbronn, haben den Vertrag für das Quartierszentrum Innenstadt unterzeichnet. Träger des Quartiersmanagements ist das Diakonische Werk für den Stadt- und Landkreis Heilbronn, Kreisdiakonieverband K.d.ö.R.

„Mit dem Quartierszentrum schaffen wir eine verlässliche Anlaufstelle für die Menschen in der Innenstadt und stärken zugleich die bestehenden Netzwerke und Angebote. Entscheidend ist, dass Quartiersarbeit dort stattfindet, wo die Menschen leben und ihren Alltag verbringen“, sagt Bürgermeisterin Agnes Christner.

Ein Quartierszentrum mit mehr als vier Wänden

Anders als bei den bereits bestehenden Heilbronner Quartierszentren konzentriert sich die Arbeit in der Innenstadt nicht auf einen einzigen zentralen Veranstaltungsort. Das Konzept ist bewusst dezentral angelegt. Vorhandene Räume, Angebote und Kompetenzen von Kirchengemeinden, Wohlfahrtsverbänden, Vereinen, Bildungseinrichtungen und städtischen Einrichtungen sollen stärker miteinander verknüpft werden.

Das Quartiersmanagement koordiniert dieses Netzwerk und entwickelt gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern neue Angebote. „Wir möchten vorhandene Angebote sichtbar machen, Akteure miteinander vernetzen und gemeinsam mit den Menschen in der Innenstadt neue Ideen entwickeln. Das Quartiersmanagement soll dabei nah an den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner sein“, sagt Nadine Bernecker.

Ganz ohne festen Anlaufpunkt kommt die Quartiersarbeit dennoch nicht aus: Das Quartiersbüro wird in der Geschäftsstelle des Kreisdiakonieverbands in der Schellengasse 7 bis 9 eingerichtet. Dort können sich Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Kooperationspartner an das Quartiersmanagement wenden.

Quartiersarbeit kommt zu den Menschen

Gleichzeitig soll die Arbeit dort sichtbar werden, wo sich das Leben in der Innenstadt abspielt. Das Quartiersmanagement wird deshalb regelmäßig im öffentlichen Raum präsent sein, beispielsweise auf dem Marktplatz, dem Kiliansplatz oder an weiteren Treffpunkten. Dort sollen unkomplizierte Begegnungs- und Informationsangebote entstehen.

Wer Unterstützung oder Beratung sucht, soll ebenfalls eine erste Anlaufstelle finden. Das Quartiersmanagement übernimmt eine Lotsenfunktion und vermittelt bei Bedarf an passende Beratungsstellen und Hilfsangebote weiter.

Wünsche aus der Innenstadt fließen ein

Welche Angebote sich die Menschen wünschen, wurde bereits bei einer Beteiligungsaktion im Mai deutlich. Über 80 Bürgerinnen und Bürger brachten dabei ihre Vorstellungen für die künftige Quartiersarbeit ein. Besonders häufig genannt wurden Bewegungs- und Sportangebote, Kultur und Beratung sowie Angebote für Kinder. Auch offene Treffmöglichkeiten für Menschen aller Altersgruppen stehen auf der Wunschliste.

Zur Quartiersarbeit in der Innenstadt gehört außerdem der Jugendtreff am Wollhaus 17. Seit seiner Eröffnung wird er gut angenommen. Erste Kooperationen mit Schulen, der Jugendberatung und der Handwerkskammer sind bereits angelaufen.

Ein Baustein für die „Zukunft Innenstadt“

Das neue Quartierszentrum ist Teil des Handlungsprogramms „Zukunft Innenstadt“. Mit insgesamt zehn Schlüsselmaßnahmen und einem breiten Sofortmaßnahmenprogramm arbeitet die Stadt Heilbronn daran, das Stadtzentrum als lebendigen und vielfältigen Lebensraum weiterzuentwickeln. Das Quartierszentrum und der Jugendtreff Innenstadt gehören zu den zentralen sozialen Bausteinen des Programms.

Der Gemeinderat hatte die Verwaltung damit beauftragt, eine Personalstelle für das Quartiersmanagement Innenstadt einzurichten und ein dezentrales Konzept zu entwickeln. Dieses orientiert sich an den Leitlinien, Zielen und Qualitätsstandards der bestehenden Heilbronner Quartiersarbeit.

Mit der Vertragsunterzeichnung beginnt nun der weitere Aufbau: Das Quartiersbüro schafft einen festen Anlaufpunkt, während die eigentliche Quartiersarbeit an vielen Orten in der Innenstadt stattfinden soll. Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschen, die dort leben, und ihre Ideen für ein gutes Miteinander.