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Land setzt Signale zur Reaktivierung von Bahnstrecken
Stadt und Landkreis Heilbronn sehen Chancen und Rückschläge
Die Entscheidung des Landes Baden-Württemberg über die künftige Förderung stillgelegter Bahnstrecken bringt für die Region Heilbronn Chancen und Rückschläge. Während die Zabergäubahn zwischen Lauffen und Zaberfeld sowie die Krebsbachtalbahn zwischen Neckarbischofsheim Nord und Bad Rappenau zu den zwölf Projekten gehören, die das Land vorrangig weiterverfolgen will, wird die geplante Reaktivierung der Bottwartalbahn zwischen Heilbronn und Marbach vorerst zurückgestellt. Das Verkehrsministerium hat das Vorhaben in die Kategorie „Weiterer Bedarf“ eingestuft. Eine finanzielle Unterstützung durch das Land ist damit derzeit nicht vorgesehen. Eine erneute Bewertung soll in fünf Jahren erfolgen.
„Dass mit der Zabergäubahn und der Krebsbachtalbahn gleich zwei wichtige Schienenprojekte unserer Region zu den priorisierten Vorhaben gehören, ist eine gute Nachricht“, erklärt Oberbürgermeister Harry Mergel. „Von der Reaktivierung der Zabergäubahn wird auch die Stadt Heilbronn unmittelbar profitieren. Mit den vorgesehenen Haltepunkten in Klingenberg und Böckingen erhalten zwei weitere Stadtteile eine direkte Schienenanbindung. Gleichzeitig ist die Zurückstellung der Bottwartalbahn enttäuschend. Sie bietet die Chance, eine wichtige Lücke im Schienennetz unserer Region zu schließen und die Anbindung des südlichen Stadtgebiets deutlich zu verbessern. Gerade für Sontheim mit seinem Hochschulcampus wäre eine direkte Schienenanbindung ein großer Gewinn.“
Auch Landrat Norbert Heuser sieht in der Entscheidung Licht und Schatten: „Wir freuen uns über das klare Bekenntnis zur Zabergäubahn und Krebsbachtalbahn. Als Landkreis wollen wir nachhaltige Mobilitätsangebote für die Menschen in unserer Region schaffen. Insofern ist und bleibt die Reaktivierung der Bottwartalbahn für uns ein wichtiges Zukunftsprojekt. Jetzt muss geklärt werden, inwieweit das Projekt nach der Neubewertung realistisch ist.“ Man werde sich zeitnah mit den Projektpartnern über das weitere Vorgehen verständigen, so Heuser weiter.
Unabhängig von der aktuellen Priorisierung bleiben die verkehrlichen Herausforderungen in der Region bestehen. Stadt und Landkreis Heilbronn werden sich deshalb auch künftig für eine leistungsfähige und bedarfsgerechte Weiterentwicklung des Schienenverkehrs einsetzen. Die positive Entscheidung für die Zabergäu- und Krebsbachtalbahn bietet dafür ebenso eine Perspektive wie die langfristige Weiterverfolgung der Bottwartalbahn.
Gemeinsame Pressemitteilung Stadt und Landkreis Heilbronn

