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Jede Fahrt zählt: Heilbronn baut Netz an Radverkehrszählern aus
Die Stadt Heilbronn baut ihr Netz an Radverkehrszählern weiter aus. Künftig erfassen insgesamt neun Standorte im Stadtgebiet automatisiert den Radverkehr auf wichtigen Hauptrouten. Ziel ist es, die Entwicklung des Fahrradverkehrs transparent darzustellen und die Verkehrsplanung datenbasiert weiterzuentwickeln. Grundlage hierfür sind kontinuierlich erhobene Verkehrsdaten, die wertvolle Erkenntnisse über Nutzung, Tageszeiten, saisonale Schwankungen und die Entwicklung des Radverkehrs liefern.
Radverkehrszähler helfen dabei, bestehende Radwege besser zu bewerten, Infrastrukturmaßnahmen gezielt zu planen und den Erfolg von Investitionen in den Radverkehr sichtbar zu machen. Gleichzeitig schaffen die Zähler mehr Aufmerksamkeit für den Radverkehr und verdeutlichen dessen Bedeutung im städtischen Verkehrssystem.
Bereits bestehende Zählstellen befinden sich am Neckarbogen, am Neckarufer beim Götzenturm, an der Route Nord beim Eisstadion sowie an der Route Süd in der Charlottenstraße. Sichtbar im öffentlichen Raum sind dabei die Anlagen am Neckarbogen und am Neckarufer beim Götzenturm, die die Zahl der Radfahrenden sowie die Gesamtzahl seit Jahresbeginn anzeigen und so ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Mobilität setzen. Das neue Display an der Zählstelle Neckarufer ermöglicht es darüber hinaus, weitere Informationen und Hinweise für Radfahrende anzuzeigen und so die Kommunikation zum Radfahren in Heilbronn zu verbessern. Die weiteren Zählstellen arbeiten dezent im Hintergrund und erfassen die Daten unauffällig.
Fünf neue Standorte im Jahr 2026
Im Jahr 2026 wurden fünf weitere Radverkehrszählstellen an der Neckarsulmer Straße, der Bismarckstraße, der Wilhelm-Leuschner-Straße, Im Haselter sowie am Klingenberger Steg errichtet. Die Standorte liegen gezielt an wichtigen Radverkehrsrouten, die durch Heilbronn führen.
Die neue Zählstelle am Standort Wilhelm-Leuschner-Straße setzt zudem auf moderne kamerabasierte Technik. Dort kommt ein intelligentes System zum Einsatz, das zusätzlich Abbiegebeziehungen analysieren kann. Dadurch lassen sich Verkehrsströme noch präziser auswerten und zukünftige Maßnahmen gezielter planen.
Mehr als 1,2 Millionen gezählte Fahrten
Die Zahlen zeigen bereits heute die hohe Bedeutung des Fahrrads für die Mobilität in Heilbronn: Im Jahr 2025 wurden an den vier bisherigen Zählstellen insgesamt mehr als 1,22 Millionen Radfahrende erfasst. Der stärkste Tag lag bei 6.579 gezählten Fahrrädern an einem einzigen Tag. Besonders stark frequentiert ist das Neckarufer mit mehr als der Hälfte aller registrierten Fahrten.
Förderung durch das Land
Der Ausbau der Radverkehrszähler wird durch das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) gefördert. Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg übernimmt dabei 65 Prozent der Kosten.
Auch in den kommenden Jahren möchte die Stadt Heilbronn das bestehende Zählernetz schrittweise weiter ausbauen. Geplant ist, zusätzliche Standorte im Stadtgebiet zu ergänzen, um ein noch umfassenderes Bild des Radverkehrs zu erhalten. Dadurch sollen wichtige Pendelrouten, Alltagsverbindungen und Freizeitachsen künftig noch besser erfasst werden. Ziel bleibt es, den Radverkehr langfristig gezielt zu fördern und die Infrastruktur bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.


