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Zustandsuntersuchung des Bollwerksturms
Historisches Bauwerk wird routinemäßig geprüft
In den nächsten Wochen werden das Mauerwerk und die Aussichtsplattform des Heilbronner Bollwerksturms auf ihren Zustand untersucht. Um das Mauerwerk und mögliche Schäden an dem 21 Meter hohen Turm genauer in Augenschein nehmen zu können, erfolgt die Überprüfung mithilfe einer Gelenkteleskopbühne. Dafür muss der Turm, einschließlich der steinernen Sitzbank, mit einem Bauzaun abgesichert werden.
Es ist eine routinemäßige Prüfung des Liegenschaftsamtes der Stadt. Der Verband Deutscher Ingenieure hat generell empfohlen, dass neben den verpflichtenden Prüfungen von Brücken und stützenden Mauern an Verkehrswegen in Deutschland auch andere allgemeine Bauwerke regelmäßig auf ihren Zustand hinsichtlich der Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit überprüft werden sollten.
Je nach Ergebnis der Voruntersuchung werden weitere Schritte zu einer Sanierung des historischen Bauwerks geplant und zusätzliche Arbeiten beauftragt.
Auch die vier weiteren Türme der Stadt – Götzen-, Wartberg-, Hafenmarkt- und Schweinsbergturm – sollen sukzessive einer solchen Routineprüfung unterzogen werden.
Der Bollwerksturm ist aus Schilfsandstein erbaut und geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Er ist neben dem Götzenturm eines der letzten Zeugnisse der einst mächtigen Heilbronner Stadtbefestigung. Er sicherte die nordwestliche Ecke der Reichsstadt Heilbronn. Ursprünglich als „Runder Turm“ bekannt, erhielt er seinen heutigen Namen, als schwedische und französische Truppen den Bereich um den Turm im Dreißigjährigen Krieg zu einem starken Bollwerk ausbauten. 1519 verbrachte der Ritter Götz von Berlichingen eine Nacht als Gefangener im Bollwerksturm. Seinen charakteristischen Zinnenkranz erhielt der Turm erst Mitte des 19. Jahrhunderts.

