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Heilbronn verliert Unternehmer und Mäzen

Otto Rettenmaier gestorben

Kurz vor seinem 94. Geburtstag am 28. Juli ist der Heilbronner Unternehmer und vielseitig engagierte Mäzen Otto Rettenmaier gestern Abend gestorben. Eng mit seinem Namen verbunden ist in Heilbronn vor allem das Otto Rettenmaier Haus / Haus der Stadtgeschichte, dessen Fertigstellung 2012 Otto Rettenmaier mit drei Millionen Euro unterstützt und ermöglicht hatte.

„Wir verlieren mit Otto Rettenmaier nicht nur einen herausragenden Vertreter des Heilbronner Unternehmertums und echten ‚pater familiaeʼ aus Schrot und Korn, sondern auch einen großen Mäzen, dem die Stadt Heilbronn und die Heilbronner Stadtgesellschaft zu bleibendem Dank verpflichtet sind“, würdigte Oberbürgermeister Harry Mergel den Verstorbenen.

Nach Abitur, Kriegseinsatz, Verwundung und Gefangenschaft sowie Studium an der Universität Stuttgart kam der in Holzmühle bei Ellwangen/Jagst geborene Rettenmaier 1950 nach Heilbronn und baute hier ein Zweigwerk der elterlichen Firma J. Rettenmaier & Söhne auf. Beginnend mit der Produktion von Raufasertapeten war der spätere Ehrensenator der Universität Hohenheim und Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse in unterschiedlichen Geschäftsbereichen und Branchen tätig, was auch zum Bau von OBI-Märkten in Heilbronn führte.

Das durch sein unternehmerisches Geschick verdiente Geld gab Rettenmaier der Gesellschaft in vielfältiger Weise zurück – sei es durch seinen Einsatz für das Stadtarchiv Heilbronn, dem er zu einer zeitgemäßen Ausstellung verhalf, sei es durch die seinerzeit größte private Einzelspende zur Sanierung des Heilbronner Kiliansturms oder seien es seine Zuwendungen an die Hochschule Heilbronn und die Universität Hohenheim. Noch zuletzt hat sich Otto Rettenmaier auch im Rahmen der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 mit einem Beitrag zur Energiewende eingebracht.