Gedenken an die Reichspogromnacht in Heilbronn

Auch die damalige Heilbronner Synagoge an der Allee wurde zerstört – eines der schönsten Bauwerke der Stadt, das von 1873 bis 1877 im orientalischen Stil errichtet wurde. Die 38 Meter hohe Synagoge war aus Heilbronner Sandstein erbaut worden, hatte fünf Kuppeln, Walmdächer und eine Zweiturmfassade. Heute erinnert ein Gedenkstein an der Allee an den früheren Standort.
Bei der Gedenkveranstaltung wird Oberbürgermeister Harry Mergel zunächst begrüßen. Dr. Thomas Schnabel, Vorsitzender des Historischen Vereins Heilbronn, hält die Ansprache. Am Synagogengedenkstein legen OB Mergel und Pascal Raugust, Vorsitzender des DGB-Stadt- und Kreisverbandes Heilbronn, Kränze nieder. Unter Federführung des Posaunenchors Horkheim umrahmen Bläser aus verschiedenen Posaunenchören die Veranstaltung musikalisch.
Kurzzeitig kann es durch abgesperrte Straßen zu Verkehrseinschränkungen kommen.

OB Mergel sieht Verantwortung für die Zukunft
Im Vorjahr hatte OB Mergel vor vielen Teilnehmenden bei dem Gedenken die Notwendigkeit betont, an die barbarischen Taten der Nationalsozialisten zu erinnern. „Dieses Gedenken ist keine Pflichtübung. Es ist eine Haltung, aus der Verantwortung und Zukunft erwachsen“, betonte Mergel. Erst seien Synagogen, dann Menschen verbrannt worden. Für Mergel gibt es kein ehrliches Erinnern ohne die Anerkennung von Schuld. Gedenken ohne Brücke zur Gegenwart nannte der OB „Erinnerung ohne Wirkung“.



