Spatenstich für Nordumfahrung und Ausbau der Neckartalstraße

Oberbürgermeister Harry Mergel betonte die zentrale Bedeutung des Vorhabens für die Stadtentwicklung:
„Die Nordumfahrung ist weit mehr als ein Straßenbauprojekt. Sie ist ein Schlüssel für die Zukunft Heilbronns – für bessere Mobilität, für eine starke Wirtschaft und für lebenswerte Stadtteile.“
Jahrzehntelange Planung – jetzt beginnt die Umsetzung
Die Planungen für die Nordumfahrung reichen bis ins Jahr 1976 zurück. Mit dem Baustart beginnt nun der erste Bauabschnitt. Dieser umfasst rund 1,5 Kilometer Straße von der Neckartalstraße bis zur Alexander-Baumann-Straße in den Böllinger Höfen.
Zusätzlich wird ab Herbst die Neckartalstraße (L 1100) zwischen der Neckargartacher Brücke und der Anschlussstelle Untereisesheim (A 6) vierspurig ausgebaut. Der Abschnitt gilt bereits heute als stark belastet.
Bedeutung für die Region
Für das Land Baden-Württemberg unterstrich Ministerialdirektor Berthold Frieß die Bedeutung des Projekts:
„Als Teil des Mobilitätspaktes Heilbronn entsteht hier moderne und leistungsfähige Infrastruktur. Unsere Mobilitätspakte zeigen, dass die Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Wirtschaft viel bewegen kann. Alle Beteiligten haben sich hier mit großem Engagement zusammengetan, um die ganze Region lebenswerter zu machen. Besonders deutlich wirkt sich das für die Menschen in Neckargartach und Frankenbach aus.“
Auch Regierungspräsidentin Susanne Bay hob die Rolle für die regionale Entwicklung hervor:
„Der Neubau der Nordumfahrung Frankenbach/Neckargartach steht exemplarisch für eine moderne und vorausschauende Infrastrukturpolitik: Er entlastet die Menschen vor Ort, stärkt die Anbindung an überregionale Verkehrsachsen und schafft damit entscheidende Voraussetzungen für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Region Heilbronn-Franken. Solche Investitionen sind nicht nur Bauprojekte – sie sind ein klares Bekenntnis zur Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsstärke unserer gesamten Region.“



Entlastung, Anbindung und Zukunftsprojekte
Die Nordumfahrung erfüllt mehrere zentrale Funktionen:
- Entlastung der Stadtteile Neckargartach und Frankenbach
- Bessere Anbindung des Industrieparks Böllinger Höfe mit rund 160 Unternehmen
- Erschließung des KI-Innovationsparks IPAI
Ein wichtiger Meilenstein ist die geplante Inbetriebnahme des IPAI im Jahr 2027. Bis dahin soll die verkehrliche Anbindung von Westen sichergestellt sein. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts sowie des Ausbaus der Neckartalstraße ist für 2028 vorgesehen.
Ökologie und moderne Mobilität mitgedacht
Neben dem Straßenbau werden umfangreiche ökologische Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt. Dazu zählen:
- Neuanlage von Streuobstwiesen
- Zusätzliche Pflanzungen
- Schaffung neuer Lebensräume für Tiere
Auch moderne Mobilitätsangebote sind Teil der Planung:
- Radschnellweg RS 3 entlang des Neckars mit Anbindung an das IPAI
- Perspektivisch eine Seilbahnverbindung von der Innenstadt zum IPAI
Investition und Förderung
Das Gesamtprojekt umfasst ein Investitionsvolumen von rund 57 Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich mit einem zweistelligen Millionenbetrag. Dieser fließt sowohl in die Förderung der kommunalen Nordumfahrung als auch in die vollständige Finanzierung des Ausbaus der Landesstraße Neckartalstraße.
Hinweise zur Bauzeit
Während der Bauzeit kann es zu Einschränkungen für Anlieger sowie Pendlerinnen und Pendler kommen. Die Stadt und alle Projektbeteiligten bitten hierfür um Verständnis und werden die Belastungen so gering wie möglich halten.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zum Bauprojekt sind online verfügbar unter:



