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Gesetzliche Betreuungen

Mit steigenden Betreuungszahlen wächst auch der Bedarf an Berufsbetreuer*innen. Die Aufgabe besteht in der rechtlichen Vertretung von Personen, die ihre Angelegenheiten aufgrund einer Krankheit oder Behinderung nicht alleine erledigen können. Welche Aufgaben der Betreuer übernimmt, das wird vom Betreuungsgericht festgelegt. Handlungsfelder können u.a. sein:

  • Bearbeitung von Post und Behördenaufgaben
  • Verwaltung von Vermögen
  • Wohnungs- und Heimangelegenheiten
  • Sicherstellung der häuslichen Versorgung oder Suche nach Alternativen (z.B. Pflegeheimplatz)
  • Unterstützung im Rahmen der Gesundheitssorge, z.B. Organisation von Haushaltshilfen, Sicherstellung Krankenversicherungsschutz

Es handelt sich um eine selbstständige Tätigkeit. Die Bestellung zum/zur Berufsbetreuer*in erfolgt mit Beschluss durch das Betreuungsgericht. Zuvor wird Ihre Eignung für diese Tätigkeit von der Betreuungsbehörde überprüft:

Als geeignet werden insbesondere Personen angesehen, die u.a. Erfahrungen im sozialen, juristischen oder finanzwirtschaftlichen Bereich aufweisen. Für die Tätigkeit müssen außerdem spezielle Fortbildungen zum Betreuungsrecht besucht werden. Die Kosten hierfür sind von Ihnen selbst zu tragen. Als Betreuungsbehörde haben wir den Anspruch, dass unsere neuen Berufsbetreuerinnen und -betreuer möglichst schnell einen gewissen Bestand an Betreuungen aufbauen können. Maßgeblich für die Aufnahme in unseren Betreuerpool ist der tatsächliche Bedarf an neuen Betreuern.

Wenn Sie Interesse an der Tätigkeit als Berufsbetreuer*in haben, melden Sie sich einfach bei uns. Gerne bieten wir Ihnen ein persönliches Gespräch an. Für die Aufnahme in unseren Betreuerpool benötigten wir u.a. diese Dokumente von Ihnen:

  • Lebenslauf mit Zeugnissen
  • Polizeiliches Führungszeugnis
  • Nachweis über Berufs- und Vermögensschadenshaftpflichtversicherung
  • Nachweis über die Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheit und Wohlfahrtspflege (BGW)
  • Gewerbeanmeldung bei Ihrer Gemeindeverwaltung (Gewerbeamt)
  • Bescheinigung über den Besuch von Fortbildungen zum Betreuungsrecht
  • Auskunft aus dem Schuldnerverzeichnis

Bitte reichen Sie die Unterlagen erst ein, wenn wir Sie dazu auffordern. Das spart unnötige Kosten. Vielen Dank.

Weitere Informationen über das Berufsfeld Berufsbetreuer finden Sie hier:

Erkrankungen oder Behinderungen können dazu führen, dass Menschen sich ganz oder teilweise nicht mehr um ihre Angelegenheiten kümmern können. In diesen Fällen kann die Bestellung eines Betreuers im Sinne des Betreuungsgesetzes erforderlich werden. Dabei soll der Betreuer in individuell festgelegten Aufgabenkreisen zum Wohl des Betroffenen handeln und dessen Wünsche, Interessen und Möglichkeiten berücksichtigen.

Ein Betreuer wird nur bestellt, wenn keine anderen Hilfen zur Verfügung stehen. Wenn es darum geht, dass jemand rein tatsächliche Angelegenheiten nicht mehr selbstständig besorgen kann, seinen Haushalt beispielsweise nicht mehr führen oder die Wohnung nicht mehr verlassen kann, so muss vorrangig geklärt werden, welche praktischen Hilfen erforderlich sind (z.B. der Einsatz eines Pflegedienstes). Ist dem Betroffenen die Organisation dieser Hilfen gegebenenfalls auch mit Unterstützung Dritter möglich, ist eine Betreuerbestellung in der Regel nicht erforderlich. Der rechtliche Betreuer selbst bietet keine praktische Hilfestellung im Alltag, sondern organisiert diese.

Vermieden werden kann eine Betreuung auch, wenn bereits eine Vertrauensperson bevollmächtigt wurde oder noch bevollmächtigt werden kann. Voraussetzung hierfür ist, dass der Vollmachtgeber zum Zeitpunkt der Ausstellung der Vollmacht geschäftsfähig ist.

Zum rechtlichen Betreuer können in erster Linie Menschen aus dem persönlichen Umfeld des Betroffenen, (z.B. Familienangehörige) bestellt werden. Unterstützung finden zum Betreuer bestellte Angehörige beim Betreuungsverein Heilbronn.

Auch ehrenamtlich engagierte Menschen kommen für die Übernahme einer Betreuung in Betracht, wenn aus dem familiären oder sozialen Umfeld niemand für sie zur Verfügung steht. Diese werden vom Betreuungsverein Heilbronn begleitet und geschult.

Es kommt vor, dass die betroffene Person kein soziales Umfeld hat, sich niemand aus diesem Kreis bereit erklärt, die rechtliche Betreuung zu übernehmen, und auch kein sonstiger ehrenamtlicher Betreuer zur Verfügung steht. In solchen Fällen besteht die Möglichkeit, dass ein Vereins- oder Berufsbetreuer die Betreuung übernimmt.

Jeder hat die Möglichkeit, beim örtlichen Betreuungsgericht eine Betreuung für sich selbst zu beantragen oder für eine andere Person anzuregen. Das Betreuungsgericht informiert die Betreuungsbehörde über die Betreuungsanregung und beauftragt sie mit der Erstellung eines sogenannten Sozialberichts. Auf Grundlage dieses Berichts, eines ärztlichen Sachverständigengutachtens und eines persönlichen Gespräches mit dem Betroffenen entscheidet der zuständige Betreuungsrichter, ob eine Betreuung notwendig ist oder nicht und wer gegebenenfalls als Betreuer eingesetzt wird.

Vordrucke zur Anregung einer gesetzlichen Betreuung hält die Betreuungsbehörde der Stadt Heilbronn vor.

  • Allgemeine Informationen und Beratung zu Fragen des Betreuungsrechts
  • Allgemeine Informationen zu Vorsorgevollmachten, Betreuungs- und Patientenverfügungen
  • Unterschriftsbeglaubigungen auf Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen
  • Unterstützung des Betreuungsgerichts bei der Prüfung der Erforderlichkeit und des Umfangs einer gesetzlichen Betreuung, Vorschlag geeigneter Betreuer
  • Beratung von Angehörigen, die eine Betreuung übernehmen möchten oder bereits führen
  • Gewinnung und Unterstützung von Berufsbetreuern
  • Führung von Betreuungen

Nachname beginnt mit

Ansprechpartner

Telefon

Erreichbarkeit

A, B

Frau Weber

07131 56-4397

dienstags ganztags, mittwochs halbtags

J, S, U, V

Frau Kapitza

07131 56-3335

ganztags

C, D, E, F, L, T, W

Frau Lang

07131 56-2654

ganztags

G, H, I, K

Herr Meckes

07131 56-2620

ganztags

M, N, O, P, Q, R, X, Y, Z

Frau Last

07131 56-2141

ganztags

 

Sprechzeiten Betreuungsbehörde der Stadt Heilbronn

Montag, Dienstag, Freitag

10.30 bis 11.30 Uhr

Donnerstag

16.00 bis 17.30 Uhr

Oder nach telefonischer Vereinbarung