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Schnell und sicher mit dem Rad zum IPAI
Neue Radverbindungen stärken das Netz
Die Stadt Heilbronn plant zwei neue Radverbindungen zum KI-Innovationspark IPAI nördlich von Heilbronn-Neckargartach. Ziel ist es, den Innovationspark sicher, attraktiv und direkt an das städtische Radverkehrsnetz anzubinden. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 21. Mai die Entwurfsplanung und Kostenberechnung für den Ausbau des Radwegenetzes „Heilbronn Nord“ genehmigt.
Die beiden neuen Verbindungen schließen an den Neckarradweg an, der künftig Teil der Radschnellverbindung RS 3 zwischen Bad Wimpfen und Heilbronn sein wird. Beide Trassen führen vom Neckar durch bestehende Unterführungen unter der Neckartalstraße hindurch. Die Nordtrasse bindet den IPAI von Nordwesten an, die Südtrasse von Südwesten.
Die Wege verlaufen überwiegend auf bestehenden Strecken, die nach den „Qualitätsstandards für Radschnellverbindungen in Baden-Württemberg“ ausgebaut werden. Das bedeutet unter anderem ausreichend breite Radwege, möglichst direkte Verbindungen sowie sichere und übersichtliche Kreuzungsbereiche. Damit sollen hoher Fahrkomfort und mehr Verkehrssicherheit gewährleistet werden.
Die neuen Verbindungen ergänzen bestehende und geplante Radrouten wie die Radroute Nord zwischen Heilbronn, Böckingen, Neckargartach und Biberach/Kirchhausen sowie den Neckarradweg und die künftige RS 3. Davon profitieren auch die Anbindung des Industrieparks Böllinger Höfe, der Stadtteil Biberach sowie die Verbindungen nach Neckarsulm und in die umliegenden Gemeinden.
Nach aktueller Kostenberechnung belaufen sich die Investitionen für die rund 1,2 km lange Südtrasse auf etwa 2,3 Millionen Euro. Für die etwa gleich lange Nordtrasse werden rund 3,1 Millionen Euro veranschlagt. Voraussichtlich 35 Prozent der Kosten trägt die Stadt Heilbronn. Der restliche Anteil soll über das Förderprogramm Rad- und Fußverkehr nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz finanziert werden.
Mit dem IPAI entsteht in Heilbronn eines der bedeutendsten Innovations- und Entwicklungsprojekte für Künstliche Intelligenz in Europa. Perspektivisch sollen dort rund 5000 Menschen arbeiten. Etwa jede vierte Fahrt zum Standort soll künftig mit dem Fahrrad erfolgen.
Mit den neuen Radverbindungen stärkt die Stadt Heilbronn den Radverkehr als umwelt- und klimafreundliche Mobilitätsform. Ergänzend sind eine Seilbahn als innovatives und nachhaltiges Verkehrsmittel sowie eine Anbindung an das Busnetz geplant. Der motorisierte Verkehr wird künftig über die Nordumfahrung an das Hauptstraßennetz angebunden.

