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Bauen & Wohnen

Heilbronner Immobilienmarkt verzeichnet Umsatzrekord im Jahr 2025

Der Heilbronner Immobilienmarkt zeigte sich 2025 deutlich belebt. Insgesamt wurden 1489 Kaufverträge abgeschlossen – acht Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gesamtumsatz stieg um rund 15 Prozent auf fast 646 Millionen Euro und erreichte damit einen neuen Höchststand. Ausschlaggebend dafür waren sowohl höhere Verkaufszahlen als auch gestiegene Preise. Einen umfassenden Überblick, wie sich die Preise für Häuser und Wohnungen entwickelt haben, gibt jetzt der neu erschienene Immobilienmarktbericht 2026.

Neubauten im Neckarbogen
Fast 40 Prozent der im Jahr 2025 verkauften Neubauwohnungen entfielen auf den Neckarbogen. Foto: Stadt Heilbronn/Jan Nowak

Wie hat sich der Heilbronner Immobilienmarkt im vergangenen Jahr entwickelt? Wie viel kosteten Häuser und Eigentumswohnungen? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der Immobilienmarktbericht 2026 für das Stadtgebiet Heilbronn. Der Bericht ist ab jetzt beim Vermessungs- und Katasteramt erhältlich.

Grundlage des Immobilienmarktberichts 2026 sind sämtliche Kaufverträge, die im Jahr 2025 in Heilbronn abgeschlossen und von den Notariaten an den Gutachterausschuss übermittelt wurden. „Für Käuferinnen und Käufer sowie Verkäuferinnen und Verkäufer bietet der Bericht größtmögliche Transparenz auf Basis der tatsächlichen Marktdaten des vergangenen Jahres. Er beschreibt die Entwicklung des Marktes, trifft jedoch keine Aussagen zur künftigen Preisentwicklung“, erläutert Marisa Röder-Sorge, Leiterin der Geschäftsstelle und Vorsitzende des Gutachterausschusses der Stadt Heilbronn.

Eigentumswohnungen wieder stärker gefragt

Mehr als die Hälfte aller Kaufverträge entfiel auf Eigentumswohnungen. Insgesamt wurden 887 Wohnungen in 845 Kaufverträgen verkauft. Der Markt für gebrauchte Eigentumswohnungen entwickelte sich stabil: Mit 746 Verkäufen lag die Zahl der Vertragsabschlüsse sechs Prozent über dem Vorjahresniveau. Besonders deutlich fiel die Entwicklung im Neubausegment aus. Hier stieg die Zahl der Verkäufe von 39 Wohnungen im Jahr 2024 auf 121 Wohnungen im Jahr 2025. Der starke prozentuale Zuwachs von 210 Prozent ist allerdings auch auf das niedrige Ausgangsniveau des Vorjahres zurückzuführen.

Der Umsatz mit gebrauchten Eigentumswohnungen erhöhte sich um zwölf Prozent auf rund 171 Millionen Euro. Bei Neubauwohnungen stieg der Umsatz sogar um 173 Prozent auf rund 50,4 Millionen Euro.

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für neue Eigentumswohnungen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,8 Prozent auf 7441 Euro. Maßgeblich beeinflusst wurde dieser Wert durch hochpreisige Verkäufe im Neckarbogen. Ohne diese Verkäufe hätte der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 6065 Euro gelegen, im Vergleich zu 5910 Euro im Vorjahr, was einem Anstieg von 2,6 Prozent entspricht.

Auch bei gebrauchten Eigentumswohnungen setzte sich nach den Preisrückgängen der Jahre 2023 und 2024 wieder ein Aufwärtstrend durch. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis stieg um 3,6 Prozent auf 3225 Euro.

Häuser in den Stadtteilen weiterhin günstiger als in der Kernstadt

Bei freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern entwickelte sich das Preisniveau unterschiedlich. In der Kernstadt lag der durchschnittlich gezahlte Preis bei 4561 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und damit rund vier Prozent unter dem Vorjahreswert. In den Stadtteilen wurden durchschnittlich 3159 Euro pro Quadratmeter gezahlt, was einem Rückgang von etwa sechs Prozent entspricht.

Für Doppel- und Reihenendhäuser wurden dagegen leichte Preissteigerungen registriert. Nach Bereinigung von Sondereinflüssen stiegen die Preise in der Kernstadt um rund ein Prozent und in den Stadtteilen um etwa drei Prozent. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag bei 3737 Euro in der Kernstadt und bei 3364 Euro in den Stadtteilen.

Bebaute Grundstücke – darunter Ein- und Mehrfamilienhäuser, Wohn- und Geschäftshäuser sowie Industriegebäude – machten knapp 29 Prozent aller Kaufverträge aus, erzielten jedoch rund 55 Prozent des gesamten Marktumsatzes. Insgesamt wurden in diesem Segment 429 Kaufverträge mit einem Umsatzvolumen von 354,5 Millionen Euro registriert. Die restlichen Kaufverträge verteilen sich auf ca. zwei Prozent Bauland, fünf Prozent landwirtschaftliche Nutzung, zwei Prozent Garten- und Freizeitgrundstücke, ein Prozent Teilflächen, 57 Prozent Eigentumswohnungen und vier Prozent Teileigentum.

Der Immobilienmarktbericht 2026 ist zum Preis von 40 Euro als PDF-Datei oder in gedruckter Form erhältlich. Bestellungen sind per E-Mail an geodaten@heilbronn.de oder telefonisch unter 07131 56-2822 möglich. Frühere Ausgaben des Immobilienmarktberichtes stehen auf der städtischen Webseite zum Download zur Verfügung.