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Bildung & Wissen

Interimslösung verbessert Mensabetrieb am RMG

Am Robert-Mayer-Gymnasium sorgt eine Interimslösung für spürbare Verbesserungen im Mensabetrieb. Schule, Ehrenamtliche, Förderverein und Stadt gestalteten gemeinsam neue Abläufe, moderne Technik und bessere Rahmenbedingungen, bis die neue Mensa umgesetzt wird.

Neue Technik unterstützt den Mensabetrieb am Robert-Mayer-Gymnasium. Die neue Gastrospülmaschine mit Spülband, die separate Spülküche und moderne Küchengeräte erleichtern die Abläufe im ehrenamtlich organisierten Mensabetrieb.

Mensa als Teil des Schulalltags

Zur Mittagszeit prägt die Mensa den Alltag am Robert-Mayer-Gymnasium. Schülerinnen und Schüler holen ihr Essen, tauschen sich aus und bleiben oft noch einen Moment stehen. Für viele gehört der Gang in die Mensa selbstverständlich zum Schultag dazu. Der 15-jährige Jeremias, arbeitet selbst im Mensabetrieb mit. „Einfach, weil es ein Job ist, der sich nicht nach Job anfühlt, sondern nach Spaß und Freizeit“, sagt er.

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer tragen diesen Alltag seit Jahren. Sie kochen regelmäßig für die Schulgemeinschaft, geben das Essen aus und stehen im direkten Kontakt mit den Kindern. Gleichzeitig nutzten Küche, Spülbereich und Ausgabe lange Zeit denselben Raum. Die beengten Verhältnisse verlangten dem Team viel Organisation ab und erschwerten die Abläufe im täglichen Betrieb.

Schule, Förderverein und Ehrenamt entwickeln Lösungen

Die Schulleitung des Robert-Mayer-Gymnasiums sprach gemeinsam mit dem Förderverein und den Ehrenamtlichen den wachsenden Platzbedarf an. In Gesprächen mit der Stadtverwaltung schilderten sie die Abläufe im Alltag und machten klar, dass die vorhandenen Räume den Betrieb nicht mehr ausreichend unterstützten. „Es war klar, das ist ein großes Projekt. Wir können nicht mehr so lange warten“, sagt Antje Kerdels, Schulleiterin des RMG. Schule und Stadt entwickelten daraufhin gemeinsam eine Interimslösung. „Das finde ich ist ein sehr schönes Miteinander.“

Der Förderverein begleitete diesen Prozess eng. Vorsitzende Claudia Schneider beschreibt den Effekt: „Dieser Interimsumbau hat Engpässe behoben, die wir hatten, aber nicht dauerhaft.“ Parallel dazu brachten Förderverein und Schule die neue Mensa in den Schulentwicklungsplan ein, ergänzt Erika Denzel, ebenfalls aus dem Förderverein.

Klare Abläufe in Küche und Ausgabe

Schule und Stadt nutzen einen ehemaligen Lagerraum als eigenständige Spülküche. Handwerker teilten den Raum baulich und installierten eine moderne Gastrospülmaschine mit Spülband. Das Küchenteam trennt nun Kochen und Spülen räumlich und gewinnt dadurch deutlich mehr Platz für die Essensvorbereitung. Ehrenamtliche organisieren ihre Arbeit jetzt klarer, bewegen sich sicherer durch die Küche und behalten auch bei hohem Andrang den Überblick.

Auch die Essensausgabe folgt heute klaren Strukturen. Das Team arbeitet mit einer Gastroausgabetheke mit Tablettrutsche und ordnet die Abläufe gezielt. Schülerinnen und Schüler folgen einer klaren Linie durch den Ausgabebereich. Die Ausgabe läuft ruhiger, Wege bleiben kurz und Wartezeiten lassen sich besser steuern. Ein Wasserspender ergänzt das Angebot und gehört inzwischen selbstverständlich zum Mensabetrieb.

Ehrenamt im Mittelpunkt

Irene Schilling engagiert sich bereits seit 18 Jahren ehrenamtlich und beschreibt, was sie antreibt. „Ich finde es extrem wichtig, dass die Kinder etwas Gesundes zu essen bekommen“, sagt sie. Gleichzeitig vermittle das Team den Kindern einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln. Kochen, Küche und Essen sollen nicht selbstverständlich wirken, sondern Wertschätzung erfahren. Die Ehrenamtlichen nehmen sich Zeit für Gespräche, erklären Abläufe und schaffen Nähe.

Auch untereinander arbeiten die Helferinnen und Helfer eng zusammen. Sie unterstützen sich, stimmen Abläufe ab und bilden gemeinsam mit dem Schulpersonal ein eingespieltes Team. Die neuen räumlichen und technischen Bedingungen erleichtern diese Zusammenarbeit deutlich. „Wir sind ein tolles Team“, sagt Schilling. Zugleich wünscht sie sich weitere Unterstützerinnen und Unterstützer, um das Angebot langfristig aufrechtzuerhalten.

Übergang mit Perspektive

Schule, Förderverein und Stadt arbeiten weiter an der neuen Mensa. Die Interimslösung sichert bis dahin den laufenden Betrieb und entlastet das Ehrenamt. Rund 300.000 Euro investierten die Beteiligten in Umbau, Technik und Ausstattung. Der Umbau zeigt, wie gemeinsames Handeln den Schulalltag stärkt. Oder, wie Jeremias es formuliert: „Viele Leute freuen sich darüber, dass sie einfach hingehen können und dann Essen kriegen.“