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Kultur & Freizeit

Vor 50 Jahren: Aus Spendenaktion wird ein Hallenbad

Ein halbes Jahrhundert Hallenbad Biberach: Was einst als Geschenk-Zusage für die Eingemeindung der Gemeinde Biberach in die Stadt Heilbronn begann, ist längst zur festen Institution und beliebten Anlaufstelle im Stadtteil geworden. Zum 50. Geburtstag gab es die Zusage der Stadtwerke, das Hallenbad auch künftig mit Leben zu füllen.

Das Bild zeigt Bürgermeister Martin Diepgen und die Stadtwerke-Vertrteter Erik Mai und Jasmin Lang mit einer Torte samt Biber-Figur zum 50. Geburtstag des Biberacher Hallenbades.
Eine Torte zum Jubiläum: Bürgermeister Martin Diepgen (li.), Jasmin Lang und Geschäftsführer Erik Mai von den Stadtwerken. (Foto: Stadtarchiv/B. Kimmerle)

Biberach ohne Bad sei für Biberacherinnen und Biberacher schlicht „unvorstellbar“, hatte Bezirksbeiratssprecher Siegfried Dodenhöft beim 40. Geburtstag betont. Auch den 50. Geburtstag können die Stadt, der Stadtteil und die Stadtwerke Heilbronn als Betreiber des zweiten Heilbronner Hallenbades neben dem Freizeit- und Solebad Soleo gebührend feiern. 

Ort der Begegnung für alle Generationen 

Die Entstehung des Bades in Biberach geht auf eine außergewöhnliche bürgerschaftliche Initiative zurück: Der Verein zur Förderung des Schwimmsports im Hallenbad HN-Biberach sammelte in den 1970er-Jahren Spenden für den Bau eines eigenen Bades. Noch vor einem Baubeginn wurde Biberach in die Stadt Heilbronn eingemeindet – das Hallenbad wurde damit zu einem besonderen Willkommens- und Gemeinschaftsgeschenk der Stadt. Rund 3400 Menschen lebten damals in Biberach.

 „Das Hallenbad Biberach ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn Bürgerengagement, kommunaler Wille und langfristige Verantwortung zusammenkommen“, betont Erik Mai, Geschäftsführer der Stadtwerke Heilbronn, zum Jubiläum. 50 Jahre seien ein Meilenstein. „Und für uns ein Auftrag, diesen Ort auch in Zukunft mit Leben zu füllen.“ 

Als „Familienbad“ wird das Biberacher Hallenbad mit dem 25-Meter-Schwimmbecken, einem acht Meter langen Nichtschwimmerbecken mit Rutsche und einem flachen Planschbecken bezeichnet. Viele Biberacher Kinder haben hier schwimmen gelernt. Kinderschwimmkurse, Aqua-Fitnesstraining oder Gesund-und-Fit-Kurse sind aktuell im Angebot. Vier Schulen und mehrere Vereine nutzen das Bad zudem für Schwimmstunden. Im Jahr 2010 erfolgte eine umfassende Sanierung des Bades. 

Stadt löste Versprechen zur Eingemeindung ein 

„Dem Stadtteil Biberach die Krone aufgesetzt“, titelte die Heilbronner Stimme im Sommer 1976, als das Projekt aus der Vereinbarung zur Eingemeindung Biberachs feierlich eingeweiht wurde. Die Investitionszusage der Stadt Heilbronn an die zuvor selbstständige Gemeinde war eingelöst. Als „starkes Signal, das bis heute wirkt“, stufte Erster Bürgermeister Martin Diepgen bei der akutellen Jubiläumfsfeier die Übergabe des Hallenbades ein. Der Stadtteil habe Infrastruktur, Perspektive und Zukunft bekommen. "Bis heute ist es ein Familienbad mit besonderer Atmosphäre: überschaubar, herzlich, generationenverbindend."

INFO: Im ersten Jahr wurden 48.500 Badegäste gezählt, 1990 gab es einen Boom mit mehr als 102.000 Badegästen. 2023 und 2024 lagen die Besucherzahlen bei rund 54.000 und 52.000 Gästen.