Betreuen als Beruf: Einsatz zeigen, wenn andere Hilfe brauchen

Betreute vom jungen Erwachsenen bis zum Rentner
Die Fallzahlen nehmen zu, dass Menschen aufgrund von Krankheit oder Behinderung in schwierigen Lebenslagen Unterstützung und Hilfe im Alltag benötigen. In solchen Situationen vermitteln Stadt und Landratsamt Heilbronn Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer, die zum Beispiel bei Behördenangelegenheiten oder bei der Post helfen, beim Regulieren von Schulden, bei Pflegefragen oder der Suche nach geeignetem Wohnraum unterstützen. Altersmix vom jungen Erwachsenen bis zum Rentner „Es sind alle Altersstufen bei den betreuten Personen dabei, ab 18 Jahren bis zum Rentenalter“, erklärt Melissa Beck, Sachgebietsleiterin der städtischen Betreuungsbehörde. Auch die Berufsfelder sind breit gefächert. Es könne auch mal einen Manager treffen, der einen Schlaganfall erlitten habe, verdeutlicht Beck.

Voll- und Teilzeit ist möglich
Stadt und Landratsamt suchen wieder neue Berufsbetreuer, die sich in diesem Feld einbringen möchten und Interesse an der Tätigkeit haben. Der Umfang der betreuten Personen kann nach eigenen Wünschen gestaltet werden, Voll- und Teilzeit ist möglich. Die selbstständige Arbeit wird über das Betreuungsgericht vergütet. Bestimmte Qualifikationen müssen für diese Aufgabe vorliegen, sie können aber auch über Fortbildungen erworben werden. Zu einem Informationsabend über die Aufgabe laden Stadt und Landratsamt Heilbronn alle Interessierten aus dem Stadt- und Landkreis Heilbronn am Mittwoch, 25. Februar, 17 bis 18.30 Uhr, ein ins Landratsamt, Raum E 43. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Menschen mit sozialer, juristischer oder pädagogischer Vorbildung als auch an Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die Interesse an der verantwortungsvollen Tätigkeit haben.
Um Anmeldung wird gebeten an: betreuungsbehoerde@landratsamt-heilbronn.de Zu Registrierungsvoraussetzungen beraten Mitarbeiterinnen der Stadt auch am Telefon unter 07131 56-2141 und -2620. Weitere Infos unter www.heilbronn.de/leben/gesundheit/rechtliche-betreuung-fuer-volljaehrige.html
Wieder Struktur in ein Leben bringen
In Situation der Menschen hineinversetzen 28 Männer und Frauen sind im Bereich der Stadt Heilbronn derzeit als Berufsbetreuerin oder -betreuer im Einsatz. Eine davon ist Verwaltungsfachangestellte Ilona Strienz. Für die Heilbronnerin ist die Aufgabe „eine große Verantwortung, die man plötzlich übernimmt und trägt“. Sie versucht sich immer in die Situation der Menschen hineinzuversetzen und ihnen so gut wie möglich zu helfen. „Wenn man sieht, dass durch die Unterstützung wieder Struktur in ihr Leben kommt, ist das sehr erfüllend.“
Gut zuhören und verständnisvoll sein Berufsbetreuer Dieter Klenk hat gereizt, im Rentenalter einer sinnstiftenden Beschäftigung nachzugehen und Menschen zu helfen. „Empathie ist das Wichtigste im Alltag als Berufsbetreuer“, findet er. Und: Man sollte zudem ein guter Zuhörer und ein verständnisvoller Mensch sein.



